MIP-Display

Memory-In-Pixel (MIP) ist eine reflektive Display-Technik, die wenig Energie benötigt und bei hellem Umgebungslicht betrachtet werden kann. Wie das Mirasol-Display und das Electronic Paper Display (EPD), die ebenfalls mit Reflektivtechnik arbeiten, emittieren MIP-Displays kein Licht, sie können nur bei vorhandenem Umgebungslicht betrachtet werden.


Memory-In-Pixel-Displays gibt es mit monochromer und mehrfarbiger Darstellung mit acht Farben. Sie eignen sich wegen der extrem geringen Leistungsaufnahme speziell für Smart Wearables wie Smartwatches, elektronische Preisschilder und tragbare medizinische Messgeräte. Bedingt durch die extrem geringe Leistungsaufnahme ist eine lange Batterielebensdauer gewährleistet. Außerdem können sie dort eingesetzt werden, wo helles Umgebungslicht gegen den Einsatz von emissiven Displays spricht wie bei Infoterminals.

MIP-Display, Foto: j-display.com

MIP-Display, Foto: j-display.com

Technisch betrachtet wird bei Memory-In-Pixel-Displays jedem einzelnen Pixel ein eigenes SRAM zugeordnet. Die SRAMs behalten solange ihre Bildinformationen bis sich die Bildinformation ändert und das Bild neu aufgebaut wird. Sie arbeiten ohne repetierenden Refresh und haben eine geringe Leistungsaufnahme.

Speicherzelle eines MIP-Pixels

Speicherzelle eines MIP-Pixels

Als Beispiel sei angefügt, dass ein 2,7"-Display im Ruhemodus einen Strom von wenigen Mikro-Ampere benötigt. Im Vergleich zu TFT-Displays liegt die Energieaufnahme von MIP-Displays bei unter 1 %.

Informationen zum Artikel
Deutsch: MIP-Display
Englisch: memory in pixel - MIP
Veröffentlicht: 06.12.2016
Wörter: 185
Tags: #Displays
Links: EPD (electronic paper display), ESL (electronic shelf label), Farbe, Licht, Messgerät