JPEG 2000

Mit JPEG 2000, Joint Photographics Expert Group (JPEG), hat die internationale Standardisierungs-Organisation (ISO) im Jahre 2001 ein verbessertes JPEG-Format standardisiert. JPEG 2000 zeichnet sich gegenüber dem klassischen JPEG durch höhere Kompressionsraten aus, durch die verbesserte Bildqualität die Reduzierung von Artefakten. Große, einfarbige Flächen werden in JPEG 2000 nur grob aufgelöst und in wenigen Bits umgesetzt.

Für die Kompression benutzt JPEG 2000 das verlustbehaftete WI-Dateiformat mit zwei Teilbildern. Neben der verlustbehafteten Kompression gibt es auch eine verlustfreie Kompression.

Kennwerte von JPEG 2000

Kennwerte von JPEG 2000

Das von JPEG 2000 benutzte Kompressionsverfahren arbeitet wie andere Kompressionen auch mit der Transformation, der nachfolgenden Quantisierung und Codierung. Bei der Transformation wendet JPEG 2000 die Wavelet-Transformation (WT) an, mit dem Prinzip der kleinen Wellen. Als Farbmodelle setzt JPEG 2000 auf das RGB- und das CMYK-Farbmodell oder auf Graustufendarstellung. Die Farbtiefe beträgt 8 oder 16 Bit pro Farbkanal. Allerdings hat JPEG 2000 keinen Alphakanal für transparente Darstellungen.

Bilddatenformate

Bilddatenformate

Interessant ist JPEG 2000 für alle Anwendungen in denen umfangreiche Bilddateien und große Bilddateiformate gespeichert und bearbeitet werden müssen, da sich das Verfahren durch eine enorme Kompression auszeichnet. So hat eine Bitmap-Datei von 1,5 Megabyte (MB) in JPEG etwa 40 Kilobyte (KB) und in JPEG 2000 nur 2 KB. Eingesetzt wird JPEG 2000 in Digital-Kinos und in der Medezintechnik.

Die Datei-Extension für JPEG 2000 ist *.jp2.

Informationen zum Artikel
Deutsch: JPEG 2000
Englisch: JPEG 2000
Veröffentlicht: 24.04.2013
Wörter: 207
Tags: Grafik-Dateien Grafikkompression
Links: Alphakanal, Artefakt, Binäre Einheit, CMYK-Farbmodell, Codierung