Infrarot-LED

Infrarot-LEDs (IR-LED) emittieren Infrarotlicht mit Wellenlängen zwischen 700 nm und 1.000 nm im Near Infrared Bereich. Dieser Infrarotbereich liegt oberhalb des sichtbaren Rotbereichs.


Die wesentlichen Unterschiede zwischen Leuchtdioden (LED) für sichtbares Licht und Infrarotlicht bestehen darin, dass Infrarot-LEDs das Licht direkt im Halbleiter erzeugen und dadurch eine hohe Effizienz und eine Grenzfrequenz von etwa 80 MHz haben. IR-LEDs haben eine niedrigere Vorspannung und einen höheren Nennstrom, was mit den Materialeigenschaften der Werkstoffe Galliumarsenid (GaAs) und Aluminiumgalliumarsenid (AlGaAs) bei der Lichtemission zusammenhängt. So können die Werte für den Treiberstrom von Infrarot-LEDs bei 50 mA liegen. Im Gegensatz zu normalen LEDs wird die Emissionsleistung nicht in Candela (Cd) angegeben, da es sich nicht um sichtbares Licht handelt, sondern in Milliwatt (mW), wobei es IR-LEDs mit Leistungswerten von einigen hundert Milliwatt gibt.

Leistungsstarke IR-LED, Foto: osram-os.com

Leistungsstarke IR-LED, Foto: osram-os.com

Infrarot-LEDs werden in der Unterhaltungselektronik in Fernbedienungen, Garagentoröffnern, Lichtschranken und Bewegungsmeldern, aber auch in der Kommunikationstechnik in IrDA und Infrarot-LANs eingesetzt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Infrarot-LED
Englisch: infrared LED - IR-LED
Veröffentlicht: 23.01.2020
Wörter: 158
Tags: #Aktive Bauelemente
Links: Bewegungsmelder, Candela, GaAs (gallium arsenide), Grenzfrequenz, Halbleiter