IPv4-Adresse

Durch die rasant steigende Anzahl an Internetteilnehmern war der Adressraum an klassischen IP-Adressen begrenzt, zumal man bei den IP-Adressen eine Klasseneinteilung in Netzwerkkennung (net-id) und Hostkennung beachten musste. Diese feste IP-Klasseneinteilung hat die Flexibilität der Adressenvergabe stark eingeschränkt, wodurch ein Großteil der IP-Adressen nicht genutzt werden konnte. Sie wurde daher bereits 1993 aufgehoben und durch das Classless Interdomain Routing (CIDR), das mit Subnetzklassen arbeitet und eine effizientere Adressennutzung unterstützt, ersetzt.


Angewandt wird das CIDR-Verfahren in IPv4-Adressen und später auch in IPv6-Adressen. IPv4 hat dank des Classless Interdomain Routing einen theoretischen Adressenumfang von 4.294.967.296 IP-Adressen, der sich aus den Adressumfang von 32 Bit ergibt. Diese IPv4-Adressen können wie die klassischen IP-Adressen über die Subnetzmaske in eine Netzwerkkennung (netid) und Hostkennung (host-id) aufgeteilt werden. Im Gegensatz zur klassischen IP-Adresse kann die Aufteilung nicht nur in einige wenige Klassen erfolgen, sondern durch die insgesamt 32 Subnetzmasken in 32 Klassen. In der umfangreichsten Klasse können alle Adressen (2exp32) als Hostadresse vergeben werden, wie im Internet, bei einem Suffix von /16, was der Class-B-Adresse der klassischen IP-Adresse entspricht, sind es 65.534 (2exp16) Hostadressen und 16.384 (2exp14) Netzwerkadressen. Die Subnetzmaske sieht bei einer IP-Adresse mit dem Suffix /16 folgendermaßen aus: 255.255.0.0.

Aus der klassenlosen IPv4-Adresse können durch die Subnetzmaske und die logische Verknüpfungen der IP-Adresse mit der Subnetzmaske die Netzwerkadresse und die Hostadresse ermittelt werden.

Ermittlung der Netzwerk- und Hostadressen bei IPv4-Adresse mit dem CIDR-Verfahren

Ermittlung der Netzwerk- und Hostadressen bei IPv4-Adresse mit dem CIDR-Verfahren

Obwohl das CIDR-Verfahren bei den IPv4-Adressen eine wesentlich höhere Flexibilität hat, war auch dieser Adressraum der Dynamik des Internet nicht gewachsen, so dass man mit IPv6 ein Adressierungskonzept entwickelte, dass einen Adressraum von 128 Bit abdeckt, was einer 39-stelligen Dezimalzahl entspricht.

Informationen zum Artikel
Deutsch: IPv4-Adresse
Englisch: IPv4 address
Veröffentlicht: 02.02.2014
Wörter: 276
Tags: #IP-Protokolle
Links: Adresse, Adressraum, Bit (binary digit), CIDR (classless interdomain routing), DZ (Dezimalsystem)