Grenzflächenmikrofon

Grenzflächenmikrofone (PZM) umgehen die Schallreflektion von reflektierenden Wänden und Böden. Um den Einfluss von möglichen Interferenzen und Stehwellen so gering als möglich zu halten, sind die Mikrofonkapseln von Grenzflächen- oder Druckzonenmikrofonen in eine große, schallharte Fläche integriert, am besten in eine begrenzende Fläche wie eine Wand oder den Fußboden. Ein solches eingelassenes Mikrofon nimmt nur den Schalldruck auf, nicht aber die Schallschnelle.


Da die Reflexionen an der Grenzflächenwand auftreten, in der die Mikrofon-Membran bündig eingelassen ist, werden sie nicht vom Mikrofon aufgenommen. Anders verhält es sich bei Mikrofonen, die vor eine Wand gestellt werden und die reflektierenden Schallwellen aufnehmen, was zu Interferenzen führt. Der vor dem Grenzflächenmikrofon entstehende Druckstau ist im Vergleich zum Schalldruck im freien Raum doppelt so groß, so dass sich die Empfindlichkeit des Grenzflächenmikrofons verdoppelt.

Grenzflächen-Mikrofon 
   von Audio Technica

Grenzflächen-Mikrofon von Audio Technica

Die Ausgangsspannung ist somit um +6 dB höher als bei konventionellen Mikrofonen. Grenzflächenmikrofone haben eine halbkugelförmige, frequenzneutrale Richtcharakteristik. Sie sind als Kondensator- oder manchmal auch als Elektretmikrofon ausgeführt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Grenzflächenmikrofon
Englisch: pressure zone microphone - PZM
Veröffentlicht: 21.06.2008
Wörter: 178
Tags: #Mikrofone
Links: dB (decibel), Elektretmikrofon, Empfindlichkeit, Halten, Interferenz