Empfindlichkeit

Unter Empfindlichkeit versteht man den geringsten Pegel den ein Sensor, Detektor, Aktor oder ein Material zur Signalerkennung und -speicherung benötigt. Der Begriff Empfindlichkeit wird gleichermaßen in der Akustik für den geringsten Lautstärkepegel benutzt, beispielsweise als Kenngröße für Mikrofone oder Verstärker, ebenso in der HF-Technik um die niedrigste Empfangsfeldstärke zu bestimmen, in der der Optik, wo es um die Sensitivität von Lichtsensoren und die damit verbundene spektrale Fotoempfindlichkeit geht, oder bei Magnetbändern um die Stärke des Magnetfeldes damit die Hysterese des Bandmaterials zu einer Magnetisierung genutzt werden kann.

  1. In der Akustik wird die Empfindlichkeit bestimmt, indem man ein 1-kHz-Tonsignal mit einem Watt von einem Lautsprecher abstrahlt und den Schalldruck (SPL) in einem Abstand von einem Meter misst. Diese Definition ist in IEC 60268-5 beschrieben.
  2. Bei der Empfindlichkeitsmessung von Kopfhörern wird ein 1-kHz-Signal von einem Milliwatt an den Kopfhörer gelegt und der Schalldruck bei einem Dummy-Kopf im Ohr gemessen. Diese Messung ist in IEC 60268-7 spezifiziert.
  3. Bei der Messung der Mikrofon-Empfindlichkeit wird das Mikrofon mit einem Schalldruck von -94 dBSPL (1 Pascal) beschallt und der Ausgangspegel des Mikrofons in Millivolt/Pascal gemessen. Diese Messung ist in IEC 60268-4 spezifiziert.
  4. Die spektrale Fotoempfindlichkeit ist ein Kennwert von lichtempfindlichen Bauelementen und Komponenten. Sie kann als Verhältnis der in einer Fotodiode oder einem Bildsensor absorbierten Anzahl an Photonen zu den daraus emittierten Elektronen angegeben werden. Oder auch als Fotostrom im Verhältnis zur einfallenden Lichtleistung.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Empfindlichkeit
Englisch: sensitivity
Veröffentlicht: 18.12.2014
Wörter: 242
Tags: #Elektronik-Grundlagen #Kenngrößen der Nachrichtentechnik
Links: Aktor, Akustik, Bildsensor, dBSPL (decibel sound pressure level), Empfangsfeldstärke