Farbkreis

Der Farbkreis ist eine zweidimensionale kreisförmige Farbanordnung, die in verschiedenen Farbmodellen für die Darstellung der Farbsättigung und des Farbtons benutzt wird. Der Mittelpunkt des Farbkreises repräsentiert unbunte Farben, die Farbsättigung wird durch die Länge des Farbvektors vom Mittelpunkt hin zum Außenrand dargestellt.


Kurze Farbvektoren kennzeichnen wenig gesättigte Farben, lange Farbvektoren gesättigte Farben. Die maximale Farbsättigung wird durch einen langen Farbvektor gebildet, der dem Radius des Farbkreises entspricht und damit die größtmögliche Länge hat. Der Farbton wird durch den Winkel des Farbvektors bestimmt. Per Definition entspricht der Farbvektorwinkel von 0° der Farbe rot (R), 120° entsprechen grün (G) und 240° blau (B). R, G und B sind die Primärfarben für die additive Farbmischung. Zwischen R, G und B liegen die Primärfarben für die subtraktive Farbmischung. Yellow (Y) hat einen Farbwinkel von 60°, Cyan (C) einen von 180° und Magenta (M) einen von 300°. Die im Farbkreis gegenüberliegenden Farben sind die Komplemtärfarben, sie sind um 180° versetzt gegenüber den Primärfarben.

Farbkreis mit Farb- und Winkelangaben

Farbkreis mit Farb- und Winkelangaben

Im PAL-Fernsehstandard arbeitet man mit dem PAL-RGB-Farbkreis. Wie bei den anderen Farbkreisen auch, drückt sich die Farbsättigung in der Länge des Farbvektors aus, der Farbton im Winkel. Der Mittelpunkt des Farbkreises ist Unbunt. Als Achsen benutzt man die im Pegel reduzierten Farbdifferenzsignale, das U- und V-Signal. Der Winkel des Farbvektors wird durch den Tangens aus den einzelnen Farbanteilen errechnet. Die vektorielle Darstellung spielt in der Fernsehmesstechnik eine bedeutende Rolle und wird auf einem Vektorskop dargestellt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Farbkreis
Englisch: color circle
Veröffentlicht: 14.03.2019
Wörter: 262
Tags: #Farbe
Links: Blau, Cyan, Farbdifferenzsignal, Farbe, Farbmischung