Einblastechnik

Das Einblasen ist ein spezielles Verfahren für die nachträgliche Verlegung von LwL-Kabeln. Zu diesem Zweck werden bei der Kabelverlegung Leerrohre beziehungsweise Speedpipes verlegt, in die LwL-Kabel mit Druckluft eingeblasen werden können.


Die Glasfasern werden in Mikrorohre eingeblasen, die in die Leerrohre oder direkt ins Erdreich gelegt werden. Diese Mikrorohre werden auch als Speedpipes bezeichnet und haben einen Durchmesser von 3 mm bis etwa 20 mm. Sie besitzen eine gleitfähige Innenbeschichtung, ebenso wie die LwL-Adern, die eine spezielle Beschichtung haben, die ein Gleiten im Leerrohr ermöglicht, wobei auch enge Biegungen mit geringen Biegeradien überwunden werden.

Einblasgerät für Glasfasern, Foto: pressebox.de

Einblasgerät für Glasfasern, Foto: pressebox.de

Durch die hohe Gleitfähigkeit entsteht nur geringe Reibung, wodurch hohe Verlegelängen von mehreren Kilometern möglich werden. Zum Einblasen der Fasern wird ein LwL-Einblasgerät benötigt, mit dem Druckluft durch die Speedpipe gepresst wird. Die Glasfaser liegt auf dem Luftpolster und es entsteht kaum Reibung an der Speedpipe-Innenwandung.

Ein wesentlicher Vorteil der Einblastechnik besteht darin, dass ältere Glasfasern, die nicht mehr den Anforderungen genügen, mittels Druckluft ausgeblasen und durch neue ersetzt werden können.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Einblastechnik
Englisch: blow in fiber
Veröffentlicht: 26.07.2019
Wörter: 185
Tags: #Lichtwellenleiteraufbau
Links: Beschichtung, Biegeradius, Glasfaser, Leerrohr, LwL-Adern