Dual-Slope-Verfahren

Für die Digitalisierung von analogen Signalen gibt es mehrere Wandlerverfahren, die sich in der Wandlungsgeschwindigkeit und der Auflösung unterscheiden. Das Dual-Slope-Verfahren ist ein abgewandeltes Slope-Verfahren und gehört zu den langsameren Verfahren der A/D-Wandler.


Bei diesem Verfahren wird ein Kondensator während einer konstanten Integrationszeit von der analogen Eingangsspannung aufgeladen. Die Ladung des Kondensators steht damit in einem festen Verhältnis zur Eingangsspannung. Nach Abschluss der Integrationszeit wird eine Gegenspannung an den Integrator gelegt, die diesen zeitproportional bis auf null Volt entlädt. Hat der Kondensator eine hohe Spannung, ist die Entladezeit länger, bei einer geringeren Spannung ist sie kürzer.

Funktionsweise des Dual-Slope-Verfahrens

Funktionsweise des Dual-Slope-Verfahrens

>br Die Entladezeit ist also ein Maß für die Eingangsspannung. Während der Entladezeit werden Taktimpulse zu einer GLUE-Logik (General Logic Unit Expansion) mit Zähler geleitet, der sie zählt und daraus den Wert für die Eingangsspannung ableitet. A/D-Wandler, die nach dem Dual-Slope-Verfahren arbeiten, sind relativ langsam und werden in Digitalmultimetern eingesetzt. Ihre Genauigkeit liegt bei 10exp-4.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Dual-Slope-Verfahren
Englisch: dual slope methode
Veröffentlicht: 05.02.2012
Wörter: 165
Tags: #Analogschaltungen
Links: A/D (AD-Wandler), Analog, Auflösung, Digitalisierung, Digitalmultimeter