Head-up-Display

HUD (head up display )

Die Technik der Head-up-Displays (HUD) stammt aus den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts und wurde in militärischen Flugzeugen eingesetzt. Gegenwärtig werden sie in der zivilen Luftfahrt und testweise in Pkws eingesetzt. Der Unterschied zwischen den Head-up-Displays und den Head-down-Displays besteht darin, dass der Fahrer seinen Blick nicht vom Luftraum bzw. vom Verkehrsgeschehen abwenden muss, um die wichtigsten Fahrzeuginformationen zu lesen. Dazu gehören die aktuelle Geschwindigkeit, Warnhinweise oder Navigationsinformationen.


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Head-up-Display (HUD), Foto: BMW
Head-up-Display (HUD), Foto: BMW lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Sie werden unmittelbar ins Sichtfeld des Fahrers auf die Windschutzscheibe projiziert.

Technisch betrachtet werden die Fahrzeuginformationen auf einem TFT-Display oder einem anderen lichtstarken Display dargestellt. Von dort werden sie über Linsen- und Spiegelsysteme auf die Windschutzscheibe projiziert. Die Spiegeloptiken gleichen die Krümmung der Windschutzscheibe aus und verlängern den Weg, den das Licht vom Display bis zur Projektionsfläche zurücklegt. Dieser Weg ist entscheidend dafür, in welchem Abstand der Fahrer die Anzeige wahrnimmt, damit sich die Augenfokussierung während der Fahrt nicht ändern muss.

Prinzip des Head-up-Displays. Die Displaydarstellung wird über Spiegeloptik auf die Windschutzscheibe projiziert.
Prinzip des Head-up-Displays. Die Displaydarstellung wird über Spiegeloptik auf die Windschutzscheibe projiziert.  lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Ein wichtiger Aspekt für die Projektion ist die Beschaffenheit der Windschutzscheibe. Da diese aus zwei voneinander getrennten Glasschichten besteht, zwischen denen sich eine PVB-Schicht (Butyrol-Polyvinil) befindet, würden bei der Projektion zwei minimal versetzte Darstellungen erscheinen. Dies wird durch eine neu konstruierte Windschutzscheibe mit minimal unterschiedlichen Krümmungen der beiden Glasschichten kompensiert, so dass die Projektionsbilder beider Scheiben übereinander liegen. Ein weiterer Punkt ist die Projektionshelligkeit, die in Abhängigkeit von der Außenhelligkeit und dem Lichteinfall gesteuert wird. Die Außenhelligkeit wird über Umgebungslicht-Sensoren erfasst und regelt die Projektionshelligkeit nach.

Es muss gewährleistet sein, dass das HUD-Display auch bei starker Sonneneinstrahlung noch gut lesbar ist.

Querverweise von Head-up-Display nach:

Querverweise nach Head-up-Display von: