C-Netz

C network

Das C-Netz war ein Mobilfunksystem, das ebenso wie das A-Netz und das B-Netz analog arbeitete, allerdings mit digitaler Signalisierung bei leitungsvermittelter Wählverbindung. Das C-Netz war das erste Zellularnetz in Deutschland, das seit 1981 im Regelbetrieb arbeitete und primär für Sprachübertragungen genutzt wurde. Das C-Netz war national begrenzt und in Deutschland flächendeckend aufgebaut. Die Funkzellen dieses Netzes waren großflächig; eine Integration von Kleinzellennetzen fand im Jahre 1988 statt. Die Großfunkzellen einer Funkfeststation hatten eine Reichweite von 15 km bis 20 km; die der Kleinfunkzellen lag bei 2 km bis 3 km.

Das C-Netz war in Deutschland flächendeckend aufgebaut und hatten im Endausbau etwa 200 Funkfeststationen für Großzellen.

Zellularzellen des C-Netzes
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Das C-Netz wurde im 450-MHz-Bereich betrieben und hatte transparente Duplex-Kanäle für Sprache und Daten. Für die Sprachübertragung standen ursprünglich 222 Duplex-Kanäle im Frequenzbereich zwischen 451,30 MHz und 455,74 MHz und zwischen 461,30 MHz bis 465,74 MHz mit einem Kanalraster von 20 kHz zur Verfügung. Der Abstand der Duplex-Kanäle betrug 10 MHz. Die Frequenzbänder wurden später erweitert auf 287 Kanäle, zusätzlich wurden 10-kHz-Versatzkanäle und 12,5-kHz-Versatzkanäle zur besseren Auslastung des Funkfrequenzbereichs eingefügt.

Frequenzbänder im C-Netz
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Die Übertragungsbandbreite lag wie beim klassischen Telefonnetz zwischen 300 Hz und 3,4 kHz. Darüber hinaus verfügte das C-Netz über einen automatischen Handover, d.h. eine Weiterschaltung der Verbindung, wenn eine Mobilstation vom Versorgungsgebiet einer Basisstation in das der nächsten wechselt. Die Nutzung beschränkte sich im wesentlichen auf die Sprachübertragung. Die Datenübertragung war qualitativ eingeschränkt und brachte kaum zufriedenstellende Ergebnisse. Außerdem waren für die Datenübertragung spezielle Modems mit V.24/V.28-Schnittstelle zum PC und ein spezieller TAE-Adapter für die bekannte a/b-Telefon-Schnittstelle erforderlich. Die Datenrate lag bei 2,4 kbit/s.

Architektur des C-Netzes
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Um dem Teilnehmer unabhängig vom Endgerät die Nutzung des C-Netzes zu ermöglichen, arbeitete das C-Netz mit einer Teilnehmer-Berechtigungskarte (BK) in Scheckkartengröße. Auf dieser Karte waren die teilnehmerrelevanten Daten gespeichert. Es gab vier unterschiedliche Berechtigungskarten: Die A-Karte mit Magnetstreifen und ohne Chip, die B-Karte als Speicherchipkarte mit Magnetstreifen, die C-Karte als Magnetkarte und die D-Karte als Prozessorchip-Karte ohne Magnetstreifen. Die Karten unterschieden sich in den Sicherheitsanforderungen, den Nutzungs- und Zugriffsmöglichkeiten mit Beschränkungen für nationale Ferngespräche und internationale Gespräche.

Frequenzbänder im C-Netz in der Endversion
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An Diensten bot das C-Netz neben dem Handover die Rufumleitung und die Sprachspeicherung.

Das C-Netz hatte seine Endausbaustufe Ende der 90er-Jahre erreicht. Bedingt durch die Entwicklung und dem Aufbau der modernen GSM-Netze konnte das C-Netz den steigenden Anforderungen nicht entsprechen und wurde Ende des Jahrhunderts abgeschaltet.

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