Virtuelle Verbindung

Von einer virtuellen, also einer scheinbaren Verbindung, spricht man bei der Datenpaketvermittlung. Die Endsystemverbindung besteht bei der virtuellen Verbindung nicht aus einer exklusiven, festen Leitungsführung, sondern wird durch die Vermittlung der Datenpakete in freien Übertragungskapazitäten zwischen Vermittlungsknoten und Endsystemeinrichtungen realisiert. Es stehen also nur Übertragungskapazitäten und keine Leitungen zur Verfügung.


Eine virtuelle Verbindung (VC) stellt eine (Ende-zu-Ende-) Verbindung zweier Datenendeinrichtungen (DEE) über ein Transportnetz dar. Zur Abwicklung können verschiedene logische Kanäle benutzt werden.

Virtuelle Verbindungen in Datenpaketnetzen

Virtuelle Verbindungen in Datenpaketnetzen

Der zu einer Datenverbindung gehörende Weg wird für jedes Datenpaket ausgesucht. Die Datenpakete erhalten nun nicht mehr eine Zieladresse - im Gegensatz zum Datagramm -, sondern eine Kennzeichnung zur zugehörigen virtuellen Verbindung.

Vergleich zwischen virtueller Verbindung und Datagramm

Vergleich zwischen virtueller Verbindung und Datagramm

Die wesentlichen Vorteile virtueller Verbindungen liegen in der Auflösung von Geschwindigkeitsabweichungen, in der Wiederholung von Übertragungen im Falle von Übertragungsfehlern und in der Umwandlung von Nachrichten, die über andere Netzwerk-Verbindungen laufen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Virtuelle Verbindung
Englisch: virtual circuit - VC
Veröffentlicht: 18.10.2013
Wörter: 158
Tags: #Datenpaketnetze
Links: Auflösung, Datagramm, Datenpaket, Datenpaketvermittlung, Datenverbindung