Netzwerk-Informationsdienst

Network Information Service (NIS), früher als Yellow Pages (YP) bekannt, ist ein Verzeichnisdienst mit dem in Intranets Benutzerdatenbanken mit Passwort-Dateien, Host-Adresstabellen oder Schlüsselcodes für Secure Remote Procedure Call (RPC) auf einem zentralen Server gespeichert und von Clients abgerufen werden können. Das NIS-Konzept ist hierarchisch gegliedert und arbeitet mit einem Master-Server, auf dem sich die maßgeblichen Informationen befinden, und einem Slave-Server, auf dem Kopien abgelegt sind. NIS-Clients können beim Master- oder Slave-Server anfragen.


Der Network Information Service (NIS) realisiert einen Netzwerkservice, der dem Benutzer auf einer Workstation eine verteilte Datenbank zur Verfügung stellt. Diese Datenbank beinhaltet ein Verzeichnis aller verfügbaren Ressourcen im Netz, insbesondere Informationen über Passwörter, Gruppennamen, Netzwerke und Hosts.

Eines der bekanntesten Netzwerk-Verwaltungssysteme ist das Network File System (NFS) von Sun. Das NFS-System stellt eine Vereinfachung der Netzwerkverwaltung dar und löst durch die zentrale Speicherung der Passwörter und Adress-Informationen die Probleme bei verteilten Zugangsberechtigungen und Identifikationen. Bei diesem System muss sich der Benutzer sich nicht mehr ein oder mehrere Passwörter merken.

Das NIS-System ist wie das Network File System (NFS) auf der Anwendungsschicht des OSI-Referenzmodells angesiedelt und benutzt für die Kommunikation ebenfalls Remote Procedure Call (RPC) und External Data Representation (XDR).

Der Network Information Service wird vorwiegend von Unix-Systemen unterstützt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Netzwerk-Informationsdienst
Englisch: network information service - NIS
Veröffentlicht: 18.03.2017
Wörter: 214
Tags: #Datenkommunikationsdienste #Web-Infodienste
Links: Anwendungsschicht, Client, Dienst, Host, Identifikation