Netzwerk-Informationsdienst

Network Information Service (NIS), früher als Yellow Pages (YP) bekannt, ist ein Verzeichnisdienst mit dem in Intranets Benutzerdatenbanken mit Passwort-Dateien, Host-Adresstabellen oder Schlüsselcodes für Secure Remote Procedure Call (RPC) auf einem zentralen Server gespeichert und von Clients abgerufen werden können. Das NIS-Konzept ist hierarchisch gegliedert und arbeitet mit dem Master-Server, auf dem sich die maßgeblichen Informationen befinden, und dem Slave-Server, auf dem Kopien abgelegt sind. NIS-Clients können beim Master- oder Slave-Server anfragen.

Die Verwaltung eines großen Netzwerkes ist in der Regel kompliziert und kostenintensiv. Ein Ziel beim Design der NFS-Familie von Sun war, dass die Verwaltung eines Netzes nicht komplizierter sein sollte als die Verwaltung der Ressourcen eines Timesharing-Systems. Mit der zentralen Speicherung von Passwörtern und Adress-Informationen werden die Probleme bei verteilten Zugangsberechtigungen und Identifikationen weitgehend gelöst. Ein Benutzer muss sich nicht mehr ein Passwort oder sogar mehrere merken. NIS realisiert einen Netzwerkservice, der dem Benutzer auf einer Workstation eine verteilte Datenbank zur Verfügung stellt. Diese Datenbank beinhaltet ein Verzeichnis aller verfügbaren Ressourcen im Netz, insbesondere Informationen über Passwörter, Gruppennamen, Netzwerke und Hosts. NIS ist wie das Network File System (NFS) auf der Anwendungsschicht des OSI-Referenzmodells angesiedelt und benutzt für die Kommunikation ebenfalls Remote Procedure Call (RPC) und External Data Representation (XDR).

Der Network Information Service wird vorwiegend von Unix-Systemen unterstützt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Netzwerk-Informationsdienst
Englisch: network information service - NIS
Veröffentlicht: 28.12.2010
Wörter: 223
Tags: #Datenkommunikationsdienste #Web-Infodienste
Links: Anwendungsschicht, Client, Dienst, Host, Identifikation
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