AMI (advanced metering infrastructure)

Unter Advanced Metering Infrastructure (AMI) versteht man fortschrittliche Verbrauchsmesssysteme. AMI-Systeme messen, speichern und analysieren die von Smart Metern gelieferten Verbrauchswerte und übertragen sie auf Anfrage an die Versorgungsunternehmen.


Ein AMI-System besteht aus der Hardware mit dem Smart Meter und dem Automated Meter Management (AMM), der Software für die Statistiken und Analysen der Verbrauchswerte, und der Kommunikationstechnik mit der die Werte an die Versorgungsunternehmen gesendet oder von diesen empfangen werden.

AMI-Systeme liefern ihre Messwerte an dezentrale Data Aggregation Points (DAP) oder direkt an das zentrale Meter Data Management (MDM). Auf das MDM-System können auch andere Datenquellen von Fremdanwendungen, Messdienstleistern und anderen Marktteilnehmern zugreifen und ihre Daten übermitteln. Die Übertragungstechnik selbst kann drahtgebunden über Powerline oder Netzwerke erfolgen, aber ebenso drahtlos über Funknetze. Die Übertragung erfolgt bidirektional. Als Übertragungstechniken werden dafür PRIME und das G3-PLC-Protokoll eingesetzt. Die übertragenen Daten dienen dem Verbraucher zur Änderung seines Verbrauchsverhaltens und dem Versorgungsunternehmen für deren Kapazitätsplanung.

Generell werden AMI-Systeme für alle Verbrauchswerte eingesetzt, für Gas, Elektrizität und Wasser.

Informationen zum Artikel
Deutsch: AMI-System
Englisch: advanced metering infrastructure - AMI
Veröffentlicht: 19.02.2013
Wörter: 177
Tags: #Smart Grid
Links: AMM (automated meter management), Bidirektional, DAP (data aggregation point), Datenquelle, Funknetz