Superskalar

Der Begriff superskalar kommt in Prozessor-Architekturen vor und wird für Prozessoren benutzt, die Instruktionen parallel abarbeiten. Dabei handelt es sich in der Regel um die Prozessoren, die die höchste Rechenleistung in einer Prozessorfamilie erbringen. Solche Prozessoren haben mehrere Funktionseinheiten für Instruktionen und können sequentielle Programm-Instruktionen, die unabhängig voneinander ausführbar sind, auf Anweisungsebene parallel abarbeiten.


Die Anweisungslogik eines superskalaren Prozessors untersucht die sequentiellen Programme hinsichtlich der Möglichkeit diese innerhalb eines Zyklus´ ausgeben zu können. Bietet das Programm hinreichende Möglichkeiten zur Parallelverarbeitung, dann kann ein superskalarer Prozessor in jedem Zyklus ein Anweisung auf jeder Ausführungseinheit ausführen. Damit würde man eine Instruktion pro Taktimpuls realisieren, was der Performance von "1" entspricht.

Auf superskalaren Prozessoren können daher auch Programme ablaufen, die ursprünglich für sequentiell arbeitende Prozessoren geschrieben wurden. Da sie die Parallelverarbeitung auf Anweisungsebene nutzen, arbeiten sie die gleichen Programme wesentlich schneller ab. Sie finden in Workstations und leistungsfähigen Personal Computern ihren Einsatz.

Bei Intel-Prozessoren wird das Pipeline-Konzept in allen Mikroprozessoren ab dem 8086 verwirklicht.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Superskalar
Englisch: super scalar
Veröffentlicht: 07.06.2006
Wörter: 175
Tags: #Chip-Technologien #CPU-Architektur
Links: 8086, Anweisung, µP (Mikroprozessor), Performance, Personal Computer