SDH-Netz

Die Grundstruktur eines SDH-Netzes ist ein optisches Netz, in vermaschter Struktur, das in Ring- oder Bustopologie aufgebaut sein kann und aus mehreren Multiplex- und Regenerator-Abschnitten besteht.


Die Knoten des SDH-Netzes können von Multiplexer, Add/Drop Multiplexer (ADM) oder Digital Crossconnect (DXC) gebildet werden. Zwischen den einzelnen Knoten liegen die verschiedenen Transportabschnitte, die entsprechend den sie begrenzenden Knoten bezeichnet werden. So wird der Abschnitt zwischen zwei Regeneratoren (REG) als Regenerator-Abschnitt bezeichnet, der Abschnitt zwischen zwei Multiplexern als Multiplexer-Abschnitt. Der Übertragungsabschnitt zwischen den Netzknoten ist der Pfad.

Grundstruktur eines SDH-Netzes

Grundstruktur eines SDH-Netzes

In SDH-Netzen wird vorwiegend die optische Übertragungstechnik eingesetzt. Bedingt durch die überbrückbaren Entfernungen kommen nur Monomodefasern zum Einsatz, die bei 1.310 nm und 1.550 nm betrieben werden. Darüber hinaus können SDH-Übertragungsstrecken auch über Richtfunk oder Satellitenverbindungen realisiert werden, allerdings mit eingeschränkter Übertragungsgeschwindigkeit.

Multiplex Section, Regenerator Section und Path in SDH

Multiplex Section, Regenerator Section und Path in SDH

Die internationale Fernmeldeunion (ITU) hat in den Empfehlungen G.957 und G.691 bei den optischen Schnittstellen fünf Entfernungsklassen spezifiziert, deren Entfernungen von den optischen Fenstern und den Lichtwellenleitern abhängen. Die Entfernungsbereiche liegen zwischen 2 km und 60 km bei 1.300 nm und zwischen 25 km und 160 km bei 1.550 nm. Die verschiedenen Entfernungsklassen sind bekannt als Short Haul (S), Long Haul (L), Very Long Haul (V) und Ultra Long Haul (H).

Informationen zum Artikel
Deutsch: SDH-Netz
Englisch: SDH network
Veröffentlicht: 22.04.2013
Wörter: 210
Tags: #SDH-Netze
Links: ADM (add/drop multiplexer), Bustopologie, DXC (digital crossconnect), ITU (international telecommunication union), Knoten