Bustopologie

Bei der Busstruktur sind alle Teilnehmerstationen an ein gemeinsames Übertragungsmedium angeschlossen. Stationen können beliebig hinzugefügt oder weggenommen werden.


Die Übertragung erfolgt bei der Bustopologie direkt von der Quelle zum Ziel. Die Stationen müssen eine Regelung bezüglich des Zugangsverfahrens zum Übertragungsmedium erfahren, da dieses nur wechselseitig ausgeschlossen exklusiv benutzbar ist. Bei dezentralisiert realisierter Kontrolle treten sie typischerweise in einen Wettbewerb. Es können dabei Kollisionen auftreten, die einer besonderen Regelung bedürfen.

Bustopologie 
   ohne und mit zentraler Steuereinheit

Bustopologie ohne und mit zentraler Steuereinheit

Die Vorteile der Bustopologie liegen in der leichten Erweiterbarkeit, in der Modularität, der einfachen Implementierung und der dezentralen Kontrolle. Nachteilig sind die Anfälligkeit gegenüber Ausfall des Mediums, die fehlende Abhörsicherheit und eventuelle unvorhersehbare Wartezeiten.

Das historische Standardmedium für Bus-LANs ist das Koaxialkabel; heute baut man Bus-LANs jedoch auch als Zusammenschaltung von Sterntopologien. Busse, Sterne und Stern-Busse sowie alle anderen denkbaren schleifenfreien Topologien sind Diffusionsnetze. Typische Vertreter der Bustopologie sind Ethernet ( IEEE 802.3) und Token Bus, bei dem die dezentrale Vermittlungssteuerung auf einem gedachten (logischen) Ring basiert.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Bustopologie
Englisch: bus topology
Veröffentlicht: 28.11.2013
Wörter: 171
Tags: #Offene Netze
Links: Abhörsicherheit, Bus, Diffusionsnetz, Ethernet, IEEE 802.3