LCS (location service)

Mobilfunknetze der 3. Generation unterstützen ortsbestimmende Dienste, Location Services (LCS), mit denen innovative Dienste als Location Based Services (LBS) entwickelt werden können. Mit den Location Services von der Open Mobile Alliance (OMA) können mobile Endgeräte und deren derzeitige geografische Standorte mit ihren Koordinaten identifiziert werden. Diese Information stehen in einem standardisierten Format dem mobilen Endbenutzer, dem Netzwerkadministrator und Service Provider zur Verfügung.


Location Services dienen der Ortsbestimmung von mobilen Endgeräten. Diese Informationen können für das Angebot an ortsbezogenen Diensten, für gesetzliche Überwachungen, die Verwaltung von Funkressourcen, für Notrufe und andere Anwendungen eingesetzt werden.

Die Ortsinformation setzt sich zusammen aus den geografischen Koordinaten des Mobilfunkgeräts, der Geschwindigkeit mit der es sich bewegt und der Ansprechzeit für die Ermittlung der Koordinaten. Dem Verfahren nach kann die Ortung des Mobilgerätes über die Feldstärke der sich überlappenden Funkzellen ermittelt werden, aber auch aus der Pilotsignalzeitdifferenz zwischen drei Basisstationen wie beim Verfahren der Observed Time Difference Of Arrival (OTDOA) oder mit einer netzwerkbasierte GPS-Messung.

Die LCS-Architektur kennt das User Entity (UE), das die Positionsberechnung unterstützt, die Location Measurement Unit (LMU), das je nach Ortungstechnologie benötigt wird oder nicht, das Serving Mobile Location Center (SMLC), das die Messungen koordiniert, und das Gateway Mobile Location Center (GMLC), das den Location Server für äußere Anfragen bildet.

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Deutsch:
Englisch: location service - LCS
Veröffentlicht: 04.11.2012
Wörter: 226
Tags: #UMTS-Netze
Links: 3. Generation, Ansprechzeit, Basisstation, Dienst, Feldstärke