Klemmschaltung

Eine Klemmschaltung ist eine elektronische Schaltung mit der Wechselspannungen auf einem Bezugspotential, der Klemmspannung, fixiert werden.


Wechselspannungen verändern bei kapazitiver Kopplung ihren Mittelwert in Abhängigkeit von dem positiven und negativen Signalanteil. So beispielsweise bei unsymmetrischen Impulsfolgen - viele Nullen, wenig Einsen - oder beim Fernsehbild, dessen Mittelwert sich je nach Helligkeitsanteil zu helleren oder dunkleren Werten verschiebt.

Diese Verschiebungen vermeiden Klemmschaltungen, in dem sie einen dafür vorgesehenen Signalanteil auf der Klemmspannung festklemmen. Als Beispiel sei das analoge Fernsehsignal angeführt. Danit der Helligkeitspegel nicht durch den Helligkeitsmittelwert des Bildes beeinträchtigt wird, hat man als Bezugswert die Schwarzschulter ausgewählt und benutzt diese als Schwarzwert-Referenz. Während der Schwarzschulter wird die Koppelkapazität, die sich durch den sich ändernden Mittelwert aufgeladen hat, über einen Klemmimpuls kurzzeitig auf das Bezugspotential geladen. Bei Impulsfolgen kann das Klemmpotential der Pulsboden sein.

Die Klemmschaltung selbst ist eine einfache Schaltung aus Dioden, Klemmdioden oder Zenerdioden, die die Spannung bei Überschreiten eines vorgegebenen Referenzpegels auf der Klemmspannung festklemmt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Klemmschaltung
Englisch: clamping circuit
Veröffentlicht: 20.10.2015
Wörter: 167
Tags: #Analogschaltungen
Links: Analog, Diode, Kopplung, Schwarzschulter, U (Spannung)