In-Memory-Datenbank

Eine In-Memory Database (IMDB) ist ein Datenbankmanagementsystem (DBMS), das im Unterschied zu klassischen DBMS-Systemen den Arbeitsspeicher des Computers als Datenspeicher nutzt anstelle von Festplatten. Der Vorteil liegt in den höheren Zugriffsgeschwindigkeiten der Arbeitsspeicher, wodurch sich die Zugriffszeiten wesentlich reduzieren.


In-Memory-Datenbanken sind bedingt durch die Kosten für die Arbeitsspeicher teurer als DBMS-Systeme mit Festplattenlaufwerken. Allerdings wird mit fallenden RAM-Kosten die In-Memory-Technik häufiger eingesetzt werden.

Da die Speicherkapazität von Arbeitsspeichern systembedingt begrenzt ist, bietet sich die Möglichkeit mit Grid-Storage die Grenzen zu erweitern. In IMDB-Systemen werden meistens kompakte Datensätze verarbeitet. IMDB-Systeme kommen bei Anwendungen mit riesigen Datenmengen wie Big Data oder in Data Warehouses zum Einsatz. Sie können überall dort sinnvoll eingesetzt werden, wo es um die Persistenz der Daten geht und große Datenmengen in kürzester Zeit gespeichert werden müssen. So beispielsweise bei der Datensicherung durch Snapshots oder bei der kurzzeitigen Erfassung von Änderungen in Datenbanken.

Eine Weiterentwicklung der reinen In-Memory-Datenbanken sind die Hybrid-Datenbanken, die sowohl den Arbeitsspeicher als auch Festplatten für die Datenspeicherung benutzen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: In-Memory-Datenbank
Englisch: in-memory database - IMDB
Veröffentlicht: 27.05.2019
Wörter: 175
Tags: #Datenbanken
Links: ASP (Arbeitsspeicher), Big Data, Computer, Data Warehouse, Datenbank