Helmholtz-Resonator

Bassreflexboxen benutzen für die Tiefenwiedergabe sogenannte Helmholtz-Resonatoren. Ein solcher akustischer Resonator ist ein hohler Körper mit einer Öffnung. Die Luft in der Öffnung federt auf dem Luftpolster des Resonanzkörpers.


In diesem Kontext spricht man auch von der Federsteifigkeit, die vom Körpervolumen abhängig ist. Diese Federsteifigkeit wird in der Lautsprechertechnik genutzt um die Bassreflexbox so abzustimmen, dass die Tieffrequenzen bevorzugt abgestrahlt werden. In der Praxis benutzt man als Resonanzkörper ein Rohr und wählt die Resonanzfrequenz so, dass diese die Tieftonwiedergabe verstärkt.

Den Helmholtz-Resonator gibt es in vielen Musikinstrumenten. Es ist der Korpus des Instruments, beispielsweise der Geigenkorpus. Es sind nicht die Hohlraumresonatoren wie die von Orgelpfeifen oder die einer Flöte.

Prinzip des Helmholtz-Resonators

Prinzip des Helmholtz-Resonators

Helmholtz-Resonatoren können zur Anhebung von Frequenzen genutzt werden, aber ebenso zu deren Absorption. Solche Resonatoren werden in der Raumakustik als Absorber eingesetzt, so als Dämmplatten mit Löchern, die jedes für sich einen Helmholtz-Resonator bilden.

Der Helmholtz-Resonator ist nach dessen Erfinder, dem deutschen Physiker Hermann Ludwig Ferdinand von Helmholtz (1821-1894) benannt, der im Jahre 1847 das Gesetz für die Umwandlung von Energieformen formuliert hat.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Helmholtz-Resonator
Englisch: Helmhotz resonator
Veröffentlicht: 24.07.2012
Wörter: 190
Tags: #Lautsprecher
Links: Absorber, Absorption, Bassreflexbox, Frequenz, Resonanz