H.460

Die Unterstandards des ITU-Standards H.460 (H.460.17, H.460.18, H.460.19) beschreiben die Videokommunikation über IP-Netze. Die H.460-Standards ermöglichen das einfachere Überwinden von Firewalls bei der visuellen Datenkommunikation über IP-Netze. Die Standards H.460.17, H.460.18 und H.460.19 sollen die Network Address Translation (NAT) beim visuellen Datenaustausch vereinheitlichen.


H.460.17 hieß ursprünglich " RAS over H.225" und verdeutlicht, dass RAS-Nachrichten zusammen mit Q.931-Nachrichten getunnelt wurden. Als Einsatzszenario für H.460.17 kann man sich eine TCP-Verbindung zwischen einem Endgerät und einem Gatekeeper vorstellen, der die Siganlisierung nach H.323 übernimmt.

H.460.18 ermöglicht Videokonferenz-Geräten auf der Basis von H.323 Verbindungen mit anderen Endgeräten aufzubauen, selbst wenn sich diese hinter einer Firewall befinden.

H.460.19 erweitert den Standard H.323 dahingehend, dass eine neue Definition für die NAT-Firewall-Mechanismus festgelegt wird. Dieser schaltet bei der Übertragung audiovisueller Daten einen Mechanismus zur Signalumleitung ein, beispielsweise H.460.18. Mit dieser Technologie können beispielsweise Unternehmen mit Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern über Video-over-IP trotz einer internen Firewall kommunizieren.

Die H.460-Standards, die auf der von Tandberg entwickelten Expressway-Technik basieren, beheben die Probleme, die H.323-basierte Videokommunikation über Firewalls und Network Address Translation (NAT) verursacht haben. Wenn sich ein firmeneigenes Videokonferenz-System bei einem öffentlichen Videokonferenz-Server anmeldete, konnte die interne IP-Adresse nicht zugeordnet werden.

Beide H.460-Standards setzen auf H.323 auf und leiten die Videodaten durch die Firewall hindurch.

Informationen zum Artikel
Deutsch: H.460
Englisch: H460
Veröffentlicht: 16.11.2007
Wörter: 224
Tags: #Telekommunikations-Videodienste
Links: CPE (customer premises equipment), Daten, Datenkommunikation, Firewall, Gatekeeper