Funkfernbedienung

Funkfernbedienungen sind drahtlose Steuerungssysteme, die in vielen kommerziellen, industriellen und privaten Bereichen für die Steuerung von Beleuchtungen, Geräten, Steckdosen, Heizungen, Garagentoren oder Alarmanlagen eingesetzt werden.

Funkfernbedienungen bestehen aus dem Funksender und dem Funkempfänger. An Funkfrequenzen stehen die lizenzfreien ISM-Bänder in den Frequenzbereichen 27 MHz, 40 MHz, 433 MHz und 868 MHz zur Verfügung. Für die vom Handsender gesendeten Steuersignale gibt es unterschiedliche Modulationsverfahren und Codierverfahren, die anwendungsspezifisch genutzt werden. An Modulationstechniken kommen die Amplitudenmodulation und die Frequenzmodulation zum Einsatz.

An Codierungen werden die Linear-Codierungen mit 12 Bit oder 18 Bit, der Rolling-Code, Wechselcode, Hopping-Code und weitere Codes benutzt. Die codierten Funksignale werden über die entsprechenden ISM-Frequenzen übertragen und von den Funkempfängern demoduliert und decodiert. Handsender können mehrere Kanäle haben und darüber unterschiedliche Funktionen auslösen. Die Funkübertragung erfolgt dann in Multiplextechnik zeit- oder frequenzversetzt.

Handsender für 433 MHz für Garagentoröffner, Foto: Schartec

Handsender für 433 MHz für Garagentoröffner, Foto: Schartec

Aufgrund der Möglichkeiten für die Auswahl des Frequenzbereichs, der Modulationstechnik, dem Codierverfahren, der Multiplextechnik oder den Steuerungsmöglichkeiten, gibt es eine Vielzahl an Funkfernbedienungssystemen. Viele der Systeme sind untereinander inkompatibel.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Funkfernbedienung
Englisch: radio remote control
Veröffentlicht: 03.12.2019
Wörter: 183
Tags: Nachrichtentechnik
Links: 868-MHz-Band, Alarmanlage, AM (amplitude modulation), Beleuchtung, Bit (binary digit)