IF (Schnittstelle )

interface

Eine Schnittstelle (IF) ist ein definierter Übergang zwischen Datenübertragungseinrichtungen, Hardware-Komponenten, logischen Softwareeinheiten oder zwischen Menschen und Computern. Schnittstellen werden den vielfältigsten Anforderungen und Anwendungen gerecht: den elektrischen und physikalischen, den Übertragungsmodi Parallel oder Seriell und den Übertragungsbetriebsarten Halbduplex oder Duplex. Sie eignen sich für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen oder Mehrpunktverbindungen und sind für private oder öffentliche Netzwerke ausgelegt. Von der Deutschen Telekom wird der Begriff auch zur Bezeichnung der Übergabestelle von Verantwortlichkeiten zum Benutzer eines Fernmeldeweges verwendet, z.B. zur Trennung der Verantwortlichkeit bei der Störbeseitigung.

  1. Als Netz- und Teilnehmer-Übergang definiert die Schnittstelle die physikalischen Eigenschaften der Schnittstellenleitungen sowie die auf den Schnittstellen ausgetauschten Signale und deren Funktionalität.

    Anwendungsbereiche von Schnittstellen
    Anwendungsbereiche von Schnittstellen lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

    Durch die Schnittstelle werden technische Funktionen und/oder administrative Zuständigkeiten bei Geräten und Netzen voneinander abgegrenzt. Jede Netzarchitektur, egal ob LAN, MAN, WAN oder Anschlussnetz und jedes Netzkonzept, ob paket-, zellen- oder leitungsorientiert, ob analog oder digital, ob drahtgebunden oder funkbasierend, hat eigene Netz- und Teilnehmerschnittstellen wie beispielsweise die ISDN-Schnittstellen, die ATM-Übertragungsschnittstellen, die analogen Netzschnittstellen oder die Luftschnittstellen.

    Die Normung, abgefasst von internationalen und nationalen Gremien, umfasst die elektrischen Signale auf den Schnittstellenleitungen, die Betriebsweise, d.h. die zeitliche Aufeinanderfolge der Signale, und die Bedeutung. Die bekanntesten Normen stammen in den USA von EIA (RS etc.) und in Europa von der ITU in deren ITU-T-Standards. Die netzinternen Schnittstellen der Telekommunikationsnetze, wie z.B. PCM, fallen unter die Hoheit der Netzbetreiber und sind im Normalfall für den Anwender nicht zugänglich.

  2. In der Computer- und PC-Technik dienen die Schnittstellen dem direkten Anschluss von Peripheriegeräten an die Zentraleinheit (CPU).

    Datentransferraten der verschiedenen Schnittstellen
    Datentransferraten der verschiedenen Schnittstellen lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

    Die verschiedenen Schnittstellen werden dem gestiegenen Bedarf an hohen Transferraten und simpler Steckertechnik gerecht.

    Zu nennen sind hier neben den klassischen parallelen und seriellen Schnittstellen, wie RS-232-C, V.24, SCSI, die USB-Schnittstelle, 1394 bzw. FireWire, der Access.bus und die SAS-Schnittstelle, ebenso wie die analogen und Digital-Schnittstellen, wie VGA, die PnD-Schnittstelle, die DFP-Schnittstelle und die DVI-Schnittstelle.

    PC-Schnittstellen
    PC-Schnittstellen lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

    Darüber hinaus gibt es für Digital-Displays spezielle Digital-Schnittstellen wie TMDS, LVDS, DispalyPort oder GVIF.

  3. Neben den Hardware-Schnittstellen gibt es noch die Software-Schnittstellen, mit denen der Übergang von einem Programm auf ein anderes realisiert wird.

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