Piezo-Effekt
piezoelectric efect
Bei bestimmten Kristallen, beispielsweise bei Turmalinen, Quarzen und Seignettesalzen bilden sich bei Druckbelastung auf der Oberfläche elektrische Ladungen. Dieses Phänomen wird mit dem griechischen Wort für Druck bezeichnet: Piezo.
Der Piezo-Effekt besagt, dass bei Deformation eines Quarzkristalls Ladungen erzeugt werden. Solche Deformationen können durch mechanische Beanspruchungen verursacht werden, durch Druck, Zug oder Torsion. Er wurde Ende des 19. Jahrhunderts von den Gebrüdern Jacques und Pierre Curie entdeckt. Der Effekt kann auch als inverser Piezo-Effekt umgekehrt werden, indem man durch Anlegen einer Spannung an einen Kristall diesen verbiegt. Die für den Piezo-Effekt benutzten Kristalle werden gezüchtet und in Richtung einer bestimmten Kristallstruktur geschnitten.
Den normalen und den inversen Piezo-Effekt macht man sich u.a. in Sensoren, Mikrofonen, Piezo-Druckern, LwL-Schaltern, Oberflächenwellenfiltern und in der Konsumelektronik wie Feuerzeugen, als Schallgeber in Armbanduhren, Weckern oder Computern und in Tonabnehmern von Schallplattenspielern zunutze.
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