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Linedoubler

linedoubler

Die klassischen Fernsehstandards arbeiten mit Zeilensprungverfahren und zwei Halbbildern, die beim PAL-Fernsehstandard nur jeweils 312,5 Zeilen haben. Bei großflächigen Darstellungen und Projektionen macht sich das insofern negativ bemerkbar, als dass die relative Geschwindigkeit des projizierten Lichtstrahls mit der Größe der Projektionswand abnimmt. Außerdem stört die niedrige Zeilenstruktur, weil die dunklen Zwischenzeilen des jeweils anderen Halbbildes als schwarze Linien sichtbar sind.


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Linedoubler, Foto: Philips
Linedoubler, Foto: Philips lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Diese Einschränkungen können durch Verdoppelung der Zeilenzahl behoben werden. Die entsprechenden Geräte arbeiten mit Videoprozessoren und heißen Linedoubler oder De-Interlacer, weil sie das Interlacing aufheben.

Es gibt drei technische Lösungsansätze: Das Line Insert, die Interpolation und das Field Insert. Beim Line Insert wird der Zeileninhalt einer Zeile wiederholt; die zweite Zeile hat also den gleichen Zeileninhalt wie die erste.

Bei der Interpolation berechnet der Videoprozessor die Zwischenzeilen aus dem Mittelwert zwischen zwei Zeilen eines Halbbilds. Die Interpolationstechnik eignet sich für bewegte Szenen.

Für statische Videosequenzen ohne große Bewegungsdynamik arbeitet man mit der Technik des Field Insert. Dabei werden zwei Halbbilder miteinander kombiniert: die ungeraden Zeilen des ersten Halbbilds mit den geraden des folgenden.

Bei allen Techniken verdoppelt sich die Zeilenzahl von 312,5 Zeilen pro Halbbild auf 625 Zeilen.

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