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DVB-S (DVB satellite)

Der 1994 vorgestellte Übertragungsstandard von Digital-TV über Satelliten heißt DVB-S. DVB-S wird von verschiedenen Fernmeldesatelliten auf den Satellitenfrequenzen zwischen 10,7 GHz und 12,75 GHz ausgestrahlt, so von Astra und Eutelsat. Konzeptionell arbeitet DVB-S als Broadcastdienst für die Übertragung von Digital-TV und Digital-Rundfunk, bietet allerdings, wie alle anderen DVB-Systeme, auch einen Rückkanal für die Nutzung interaktiver Verteildienste.


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Der vorhandene Frequenzbereich von 2 GHz wird in zwei Polarisationsebenen genutzt und kann bei einer Kanalbandbreite von 40 MHz insgesamt 200 Transponderkanäle übertragen.

Netto-Bitraten bei den verschiedenen Transponder-Bandbreiten bei DVB-S
Netto-Bitraten bei den verschiedenen Transponder-Bandbreiten bei DVB-S lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

DVB-S kann mit Transponder-Bandbreiten zwischen 26 MHz und 54 MHz arbeiten. Bei einer Bandbreite von 33 MHz können maximal 24,44 MSymbole/s übertragen werden. Besteht jedes Symbol aus zwei Bit, ergibt sich eine Brutto-Datenrate von 48,88 Mbit/s. Für die Netto-Datenrate müssen noch die Codierung und der Fehlerschutz berücksichtigt werden. Je nach Aufwand liegen die Netto-Datenraten bei 26 MHz Bandbreite zwischen 17,8 Mbit/s und 31,1 Mbit/s, bei 36 MHz Bandbreite zwischen 22,5 Mbit/s und 39,4 Mbit/s und bei 54 MHz Bandbreite werden max. 64,5 Mbit/s erreicht. Alle genannten Datenraten sind vollkommen ausreichend für HDTV in der höchsten Auflösung.

Satelliten-Receiver, 
     Foto: Hirschmann
Satelliten-Receiver, Foto: Hirschmann lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

DVB-S ist in Quadratur-Phasenumtastung (QPSK) moduliert, hat eine Rahmenlänge von 204 Byte und einen Reed-Solomon-Code von 204/188. Später soll dieser durch einen Faltungscode ersetzt werden. Die Datenübertragung arbeitet mit Vorwärtsfehlerkorrektur (FEC) mit einer Coderate von 3/4. Das bedeutet, dass auf drei Informationsbits vier Codebits kommen.

Die gleichen Transponder werden aber auch für DVB-S Radio benutzt. Der Digital-Rundfunk wird je nach Dienst mit 192 kbit/s (Mono) und mit 256 kbit/s bzw. 320 kbit/s für Stereo übertragen. Surroundklang in Dolby-Digital werden mit 448 kbit/s arbeiten, was sich in einer wesentlich verbesserten Klangqualität bemerkbar macht.

Logo von DVB-S
Logo von DVB-S lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Die reine Broadcast-Übertragung wird durch Rückkanäle erweitert. Das Rückkanalsystem in DVB-S heißt DVB-RCS und kann für Teleshopping oder Telelearning benutzt werden.

2005 wurde mit DVB-S2 eine verbesserter DVB-S-Version mit höheren Datenraten unter dem europäischen Standard EN 302307 standardisiert.

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