Akustischer Kurzschluss

Ein akustischer Kurzschluss ist ein akustisches Phänomen bei dem sich von Lautsprechern abgestrahlte Schallwellen gegenseitig auslöschen.


Dieses Phänomen tritt dann auf, wenn die von der Vorderseite einer Membran abgestrahlte Schallwelle ungehindert zur Membranrückseite gelangen kann. Es findet dadurch ein Druckausgleich statt, weil Lautsprecher auf der Lautsprechervorderseite den Druck verdichten und auf der Lautsprecherrückseite eine Druckminderung auslösen. Das bedeutet, dass die Druckzustände vor und hinter dem Lautsprecher entgegengesetzt wirken und sich gegenseitig kompensieren.

Erst durch eine Verlängerung des Luftwegs zwischen Lautsprechervorder- und -rückseite und der damit verbundenen Zeit können sich die akustischen Schwingungen nicht mehr eliminieren. Diesen Druckausgleich verhindern Schallwände und Lautsprecherboxen. Die abgestrahlte Schallwelle kann dabei nicht unmittelbar zur Membranrückseite, sondern der Schallweg wird verlängert.

Um einen akustischen Kurzschluss zu verhindern, muss der Weg der Schallwelle länger sein als deren Wellenlänge. Die Wegverlängerung erfolgt über die Schallwand, die Lautsprecher-, Transmissionline- oder Bassreflexbox.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Akustischer Kurzschluss
Englisch: acoustics short circuit
Veröffentlicht: 14.03.2009
Wörter: 159
Tags: #Akustik-Grundlagen
Links: Bassreflexbox, Lautsprecher, Lautsprecherbox, Membran, Schallwand