Widerstandskennlinie

Trägt man in einem Schaltkreis mit einem Widerstand die Spannungen und Ströme in ein Diagramm ein, so erhält man eine Widerstandskennlinie. Mit Hilfe dieser I-U-Kennlinie lassen sich in einer Schaltung beispielsweise die Ströme bei gegebener Spannung ablesen. Diese Vorgehensweise ist besonders geeignet, um Parameter bei Verwendung von nichtlinearen Widerständen, die mathematisch nur mit höherem Aufwand berechnet werden können, abzulesen.


Neben den linearen Widerstandkennlinien von ohmschen Widerständen, gibt es auch nichtlineare, bei denen den Strom nicht linear mit der Spannung zunimmt. Bei Eisendraht ist dieser Effekt zu sehen oder auch bei Kohlestiften. Bei Materialien und auch bei Halbleiter-Bauelementen mit nichtlinearen Widerstand wird der Quotient aus der Spannungsänderung und der dazugehörenden Stromänderung als differenzieller Widerstand (dI/dU) bezeichnet. Seine Kennlinie entspricht der Steigung der Tangenten.

Widerstandskennlinien 
   von linearen und nichtlinearen Widerständen

Widerstandskennlinien von linearen und nichtlinearen Widerständen

Da eine mathematische Berechnung der zu bestimmten Spannungen Ströme relativ aufwändig wäre, gibt die Widerstandskennlinie einen guten und schnellen Überblick über die einzelnen Parameter einer Schaltung.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Widerstandskennlinie
Englisch: resistance characteristic
Veröffentlicht: 11.10.2009
Wörter: 171
Tags: #Elektronik-Grundlagen
Links: Aufwand, Diagramm, I-U-Kennlinie, Kennlinie, Parameter