Vektorrechner

Ein Vektorrechner ist ein Computer, der mit einem Array an Mikroprozessoren ausgestattet ist, die gleichzeitig Teilprozesse verarbeiten. Im Gegensatz zum Parallelrechner verfügt jeder Prozessor des Vektorrechners über eigene Speicherbereiche und führt Teilprozesse aus, die in den Gesamtprozess einfließen.


Vektorrechner eignen sich besonders gut für die schnelle Ausführung mathematischer Programme, wobei die Datenverarbeitungsvorgänge in Form der Vektorarithmetik miteinander verknüpft werden. Vom Konzept her unterscheidet man bei den Vektorrechnern zwischen dem Pipeline-Rechner und dem Feldrechner.

Beim Pipeline-Konzept, das auf dem Pipelining basiert, erfolgt die simultane Abarbeitung von mehreren Maschinenbefehlen auf unterschiedlichen Verarbeitungsebenen. Die Befehle werden in Teilbefehle zerlegt und in eigenen Prozessoren überlappend abgearbeitet. Alle Prozessoren sind über die Pipeline gleichzeitig an der Abarbeitung der Befehle in allen Verarbeitungsstadien beteiligt. Zur Verkürzung der Verarbeitungszeit liegen an den Prozessoren die zu verarbeitenden Teilbefehle bereits an, wenn der vorherige Teilbefehl noch nicht abgearbeitet ist. Die Informationen werden dabei von einem Teilprozess zum nächsten weitergeleitet.

Beim Feldrechner erfolgt die Datenverarbeitung parallel in einem Array aus n Prozessoren. Feldrechner führen ihre Befehle simultan aus und werden von einem zentralen Kontroll-Prozessor gesteuert. Die Funktionseinheiten des Arrays sind über interne Busse miteinander verbunden und können gemeinsam und gleichzeitig zusammengehörende Daten verarbeiten, transportieren und speichern.

Hochleistungs-Vektorrechner haben als Supercomputer Speicherkapazitäten von mehreren Terabyte (TB), ihre Rechenleistung liegt bei mehreren Tera FLOPS.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Vektorrechner
Englisch: vector computer
Veröffentlicht: 18.04.2013
Wörter: 226
Tags: #Computer- Ausführungen
Links: Array, Befehl, Bus, Computer, Daten