Taperkoppler

Der bikonische Taperkoppler (Bi-Taper) ist ein einfacher Optokoppler, der in den Anfangsjahren der optischen Netze eingesetzt wurde. Vom Prinzip her handelt es sich um zwei Glasfasern, die mit einigen Windungen umeinander gewickelt und verschmolzen werden. Die gegeneinander verdrillten Glasfasern werden fast bis zur Schmelztemperatur erhitzt und dabei etwas gestreckt. Durch dieses Verfahren entstehen Fasern, die verjüngt und wieder erweitert sind.


Durch die Verjüngung des Kerndurchmessers entsteht die Taperfunktion, durch die flache Moden in steile Moden gewandelt werden und die numerische Apertur ansteigt.

Bikonischer Taperkoppler

Bikonischer Taperkoppler

Es erfolgt ein Modenaustausch zwischen den beiden Fasern. Hat das verdrillte Teilstück eine bestimmte Länge, erhält man einen Koppler mit wellentrennenden Eigenschaften. Das Verfahren kann auch bei Sternkopplern mit mehr als zwei Fasern angewendet werden.

Multimode-Taperkoppler, 
   Foto: aofr.com

Multimode-Taperkoppler, Foto: aofr.com

Beim bikonischen Taperkoppler mussten die miteinander gekoppelten Wellenlängen einen weiten Abstand voneinander haben. Deswegen haben die diese Komponenten mit Wellenlängen von 1.310 nm und 1.550 nm gearbeitet und hatten die doppelte Bandbreite von einer einzelnen Glasfaser, also 5 Gbit/s.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Taperkoppler
Englisch: taper coupler
Veröffentlicht: 29.10.2010
Wörter: 167
Tags: #Verkabelungskomponenten #Optische Komponenten
Links: Bandbreite, Gbit/s (Gigabit pro Sekunde), Glasfaser, Koppler, Moden