Sekundärbeschichtung

Die Sekundärbeschichtung ist eine zweite Schutzschicht für Glasfasern, die als Hauptbeschichtung dient. Bei dieser Beschichtung handelt es sich um eine Schutzhülle aus einer Kunststoffkombination, die direkt auf die Primärbeschichtung aufgebracht sein kann.


Die Sekundärbeschichtung hat die Aufgabe die Faser über einen definierten Temperaturbereich von ca. -20 °C bis +80 °C vor thermischen Belastungen zu schützen. Dabei darf die Sekundärbeschichtung selbst die Faser nicht zusätzlich belasten, da jede Belastung zu Biegungen und Krümmungen führt und damit zusätzliche Verluste bewirkt.

Je nach Glasfaseraufbau kann die Sekundärbeschichtung fest oder auch lose über die Primärbeschichtung gelegt sein. Da keine Sekundärbeschichtung alle an sie gestellten Forderungen erfüllt, wurden unterschiedliche Aderversionen entwickelt, die anwendungsspezifische Vorteile haben. Man unterscheidet daher zwischen Vollader und Hohlader.

Aufbau der Glasfaser mit Kern- und Mantelglas, Primär- und Sekundärbeschichtung

Aufbau der Glasfaser mit Kern- und Mantelglas, Primär- und Sekundärbeschichtung

Bei der Vollader oder Kompaktader hatte die Sekundärbeschichtung ein Standardmaß von 900 µm, das auf 600 µm reduziert wurde. Bei der Konfektionierung von LwL-Kabeln werden beide Beschichtungen entfernt, damit die LwL-Ader in die Ferrule des LwL-Steckers eingeführt werden kann.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Sekundärbeschichtung
Englisch: secondary coating
Veröffentlicht: 01.12.2016
Wörter: 186
Tags: #Lichtwellenleiteraufbau
Links: Beschichtung, Ferrule, Glasfaser, Hohlader, Kompaktader