Linsenkopplung

Die Linsenkopplung ist eine spezielle Technik für die Kopplung zweier Lichtwellenleiter. Bei diesem Kopplungsprinzip, das im Linsenstecker zum Einsatz kommt, haben die zu koppelnden Glasfasern einen linsenförmigen Schliff, durch den an der Übergangsstelle möglichst die gesamte Strahlung in die zweite Glasfaser eingespeist wird.


Die Linsenkopplung wird auch als Konvexkopplung bezeichnet. Bei dieser Kopplungsart haben im Gegensatz zur Schrägschliffkopplung und Stirnflächenkopplung beide Lichtwellenleiter einen direkten physikalischen Kontakt, Physical Contact (PC). Die Kopplung hat gegenüber der Stirnflächenkopplung den Vorteil, dass die Rückflussdämpfung höher ist und dadurch weniger Reflexionen auftreten, die die zu übertragende Lichtenergie reduzieren; sie weist aber durch den unmittelbaren Kontakt beider Lichtwellenleiter mechanischen Verschleiß auf. Die Rückflussdämpfung erreicht bei physikalischem Kontakt der beiden Stirnflächen Werte um die 30 dB. Bei präziser maschineller Schleiftechnik werden Werte von 40 dB und mehr erreicht.

Linsenkopplung

Linsenkopplung

Der EBO-Stecker, dessen Linsen kugel- oder halbkugelförmig sind, hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Linsenstecker.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Linsenkopplung
Englisch: lens coupling
Veröffentlicht: 12.04.2018
Wörter: 162
Tags: #Lichtwellenleiter-Stecker
Links: dB (decibel), EBO (expanded beam optic), Glasfaser, Kopplung, LwL (Lichtwellenleiter)