LPD (low power device)

Low Power Devices (LPD) sind anmelde- und gebührenfreie Funkanlagen, die von der Allgemeinheit genutzt werden können und für die in Deutschland mehrere lizenzfreie ISM-Bänder mit verschiedenen Frequenzbereichen zur Verfügung stehen.


Bei Low Power Devices handelt es sich um Funkeinrichtungen mit geringer Leistung des nichtöffentlichen mobilen Landfunks (nömL). LPD-Anlagen haben 69 Funkkanäle und können Entfernungen zwischen 500 m und 3 km überbrücken. Der bevorzugte Frequenzbereich liegt zwischen 433,075 MHz und 434,750 MHz.

SRD- 
   und LPD-Frequenz- und Leistungsbereiche

SRD- und LPD-Frequenz- und Leistungsbereiche

Diese Drahtlos-Funksysteme werden auch als Short Range Devices (SRD) bezeichnet, da sie nur ein begrenzten Entfernungsbereich genutzt werden können. Dieser ergibt sich aus der zulässigen Sendeleistung, dem genutzten Frequenzbereich und den Ausbreitungsbedingungen der Funkwellen, die durch die topografischen Gegebenheiten eingeschränkt sein können. Für LPD-Anlagen hat die RegTP mehrere Frequenzbänder freigegeben, wobei der Betrieb nur mit den vorgeschriebenen Strahlungsleistung (ERP) von 10 mW durchgeführt werden darf.

LPD-Funkanlagen werden in der Fernwirktechnik, Telemetrie, in Fernsteuerungen, Handfunkgeräten und in funkgesteuerten Alarmanlagen zur Übertragung der Datensignale eingesetzt. Außerdem können sie auf kurzen Distanzen auch Audio- und Videosignale übertragen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: LPD-Funk
Englisch: low power device - LPD
Veröffentlicht: 12.03.2014
Wörter: 185
Tags: #Mobilfunknetze
Links: Alarmanlage, EIRP (equivalent isotropically radiated power), Fernwirken, Frequenzband, Frequenzbereich