K (Koerzitivkraft)

Die Koerzitivkraft ist ein Maß für die magnetische Feldstärke, die erforderlich ist, um den Restmagnetismus, eines magnetischen Speichermediums vollständig zu beseitigen. Die Koerzitivkraft wird auch als Koerzitivfeldstärke bezeichnet und entspricht der für die Entmagnetisierung erforderlichen magnetischen Feldstärke. Magnetisierte Materialien behalten nach Entfernen eines Magnetfeldes einen Restmagnetismus, die Remanenz. Diese ist durch die Ausrichtung der Molekularmagnete bedingt.


Erst durch einen entgegengesetzten magnetischen Fluss wird dieser Restmagnetismus kompensiert. Die Kraft, die dafür aufgewendet werden muss, ist die Koerzitivkraft. Sie wird in Ampere pro Längeneinheit (A/m) angegeben und ist abhängig vom magnetisierten Material und dem Verharrungsvermögen der mehr oder weniger stark in ihrer Lage gebundenen Molekularmagnete. Man unterscheidet daher zwischen weichmagnetischen Materialien mit niedriger Koerzitivkraft und hartmagnetischen Materialien, die eine hohe Koerzitivkraft aufweisen.

Hysteresekurve 
   mit Neukurve eines ferromagnetischen Materials

Hysteresekurve mit Neukurve eines ferromagnetischen Materials

Die Koerzitivkraft muss beim Löschvorgang einer Diskette, eines Magnetbandes oder einer Magnetplatte in Form von magnetischer Feldstärke aufgebracht werden, um die Oxid-Kristalle aus dem stabilen Remanenzpunkt zu bringen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Koerzitivkraft - K
Englisch: coercive force
Veröffentlicht: 28.09.2011
Wörter: 167
Tags: #Elektronik-Grundlagen
Links: Ampere, Diskette, Entmagnetisierung, Feldstärke, Magnetischer Fluss