Kleinspannung

Kleinspannungen gehören zu den Niederspannungen. Darunter versteht man Spannungen von weniger als 50 V Wechselspannung und 120 V Gleichspannung. Es handelt sich dabei um Spannungen, die bei Berührung durch Erwachsene nicht lebensbedrohlich sind. Es gibt aber bestimmte Bereiche, wie Feuchträume, in denen die zulässigen Niederspannungen 25 V(AC) resp. 60 V(DC) nicht überschreiten dürfen.


Die Grenzwerte für Kleinspannungen sind in IEC 60449 und VDE 0100 festgelegt. Bei Kleinspannungen unterscheidet man noch zwischen ungeerdeter Sicherheitskleinspannung, Safety Extra Low Voltage (SELV), geerdeter schützender Kleinspannung, Protective Extra Low Voltage (PELV) und Funktionskleinspannung, Functional Extra Low Voltage (FELV).

Einteilung der verschiedenen Spannungsbereiche

Einteilung der verschiedenen Spannungsbereiche

Bei den verschiedenen Sicherheits-, Schutz- und Funktionskleinspannungen geht es um die Art und Weise, wie die Stromquellen und Stromkreise voneinander getrennt sind. So gibt es bei SELV und PELV eine sichere Trennung der Stromquellen, beispielsweise durch einen Sicherheitstransformator. Ebenso sind die Stromkreise sicher getrennt. Im Falle von SELV sind sie ungeerdet und der Anwender darf nicht absichtlich mit Erde oder einem Schutzleiter verbunden sein. Dagegen sind bei PELV geerdete und ungeerdete Stromkreise möglich, und der Anwender kann mit Erde verbunden sein.

Anders ist es bei FELV, bei der die Stromquellen und die Stromkreise keine sichere Trennung haben. Die Stromkreise können geerdet sein und der Anwender muss mit dem Schutzleiter verbunden sein.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Kleinspannung
Englisch: extra low voltage - ELV
Veröffentlicht: 12.06.2018
Wörter: 214
Tags: #Energienetze
Links: Erdung, IEC (international electrotechnical commission), Niederspannung, Schutzleiter, SELV (safety extra low voltage)