Flüssigkeitslinse

Da Handys, Smartphones und Tablets äußerst kompakt und platzsparend aufgebaut sind, können in diesen Geräten keine herkömmlichen Linsensystemen mit ihren mechanischen Fokussiereinrichtungen eingesetzt werden. Für diese Anwendungen wurden Flüssigkeitslinsen entwickelt, in denen ein Flüssigkeitstropfen in seiner Form verändert wird. Flüssigkeitslinsen nutzen mechanische Kräfte oder den Electrowetting-Effekt mit dem die Oberflächenform von Flüssigkeiten verändert werden kann.


Bei den mechanisch arbeitenden Flüssigkeitslinsen befindet sich die Polymerflüssigkeit zwischen einem festen Substrat und einer flexiblen Membran. Zur Veränderung der Brennweite wird zusätzliche Flüssigkeit aus einem Reservoir in den Linse gedrückt, wodurch sich die Membran sphärisch verformt.

Aufbau einer Flüssigkeitslinse

Aufbau einer Flüssigkeitslinse

Mit solchen mechanisch arbeitenden Flüssigkeitslinsen können Brennweiten zwischen 20 mm und 1.000 mm eingestellt werden.

Flüssigkeitslinsen mit Electrowetting, Foto: sunex.com

Flüssigkeitslinsen mit Electrowetting, Foto: sunex.com

Eine andere Technik nutzt den Electrowetting-Effekt mit dem die Form von Flüssigkeitstropfen mit einem elektrischen Feld gesteuert werden kann. Die nach diesem Prinzip arbeitenden Flüssigkeitslinsen sind nur wenige Millimeter klein und eignen sich ideal für Wearable Cameras und Handy-Kameras. Ihre Brennweite kann zwischen wenigen Millimeter bis unendlich gesteuert werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Flüssigkeitslinse
Englisch: liquid lens
Veröffentlicht: 28.03.2018
Wörter: 190
Tags: #Mobilfunkgeräte
Links: Brennweite, Electrowetting, Handy, Kleinstkamera, Membran