FTTB (fiber to the building)

Die FTTB-Technik, Fiber to the Building (FTTB), ist eine Glasfaser-Anschlusstechnik (FTTL), bei der die Glasfaser von der Vermittlungsstelle in Leerrohren bis in den Technikraum oder den Keller von Gebäuden geführt und dort mit einem Digital Subscriber Line Access Multiplexer (DSLAM) oder einer Multi Dwelling Unit (MDU) abgeschlossen wird.


Im Gebäude wird das optische Signal des passiven optischen Netzes Gigabit-PON über die optische Netzwerkeinheit (ONU) in ein elektrisches Signal gewandelt, das über die im Gebäude vorhandene Kupferverkabelung bis hin zu den Teilnehmer-Anschlussdosen geführt wird. Als Übertragungstechnik kommt VDSL oder VDSL2 zum Einsatz. Es stehen 8 bis 16 Breitbandzugänge zur Verfügung.

GPON-Netz mit OLT und ONUs

GPON-Netz mit OLT und ONUs

Die überbrückbare Entfernung liegt bei ca. 500 m; die Übertragungsgeschwindigkeit ist abhängig vom DSL-Verfahren und kann im Downstream 100 Mbit/s betragen. Im Gegensatz zum GPON-Konzept bietet ein Ethernet-basierter Ansatz eine bessere Skalierbarkeit. Daher bieten sich FTTB-Lösungen für kleine und mittlere Firmen an, dagegen sind Ethernet-P2P-Lösungen wegen der höheren Flexibilität und der Bandbreitensymmetrie besser für Großunternehmen geeignet. Wie Fiber to the Curb (FTTC) wird Fiber to the Building (FTTB) vorwiegend im städtischen Bereich verlegt.

Informationen zum Artikel
Deutsch:
Englisch: fiber to the building - FTTB
Veröffentlicht: 29.07.2018
Wörter: 194
Tags: #Optische Anschlusstechnik
Links: Downstream, DSLAM (digital subscriber line access multiplexer), FTTC (fiber to the curb), Glasfaser, GPON (gigabit PON)