EKG (Elektrokardiogramm)

Ein Elektrokardiogramm (EKG) ist ein Oszillogramm mit dem Muskelaktivitäten, auch die der Herzmuskel, elektrisch dargestellt werden. Das grundlegende Prinzip der EKG-Messung basiert auf der Messung von Spannungsgefällen zwischen menschlichen Extremitäten. Diese Spannungsunterschiede werden über mehrere Elektroden erfasst und mit einer Referenz verglichen. Eine EKG-Messung kann mit drei Elektroden ausgeführt werden. Dies führte auch zu der Bezeichnung EKG-Dreieck, benannt nach Einthoven.


Neben diesen drei Elektroden, die die Ableitung bilden, gibt es als vierte Elektrode die Referenzelektrode, die möglichst weit vom Herz entfernt angebracht wird, beispielsweise am rechten Fuß. Die Potentialunterschiede der einzelnen Ableitungen werden gegen die Referenz erfasst, in einem Instrumentenverstärker verstärkt und nach einer entsprechenden Signalaufbereitung auf dem Bildschirm dargestellt oder über einen Drucker ausgedruckt.

Das dargestellte EKD-Signal besteht aus dem eigentlichen EKG-Differenzsignal, dem Offsetsignal der Elektroden und dem differenziellen Gleichtaktsignal der Elektroden. Das Differenzsignal liegt zwischen den Elektroden und ist das eigentliche Messsignal. Es hat eine Amplitude von etwa +/-5 mV und einen Frequenzbereich, der zwischen 0,05 Hz und 150 Hz liegt. An den Elektroden liegt außerdem eine differenzielle Offsetspannung von etwa +/-500 mV oder höher, die kompensiert werden muss.

Da über den menschlichen Körper Störsignale aufgenommen werden, werden die Elektrodensignale über entsprechende Tiefpassfilter oder Kerbfilter geleitet um die Störsignale auszufiltern. Anschließend werden sie im Analog-Frontend verstärkt und digitalisiert.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Elektrokardiogramm - EKG
Englisch: electrocardiogram - ECG
Veröffentlicht: 30.05.2012
Wörter: 225
Tags: #Telemedizin
Links: AFE (analog front end), Amplitude, Bildschirm, Drucker, Elektrode