Störsignal

Signale, die ungewollt durch kapazitive, induktive oder galvanische Kopplung auf den Leitungen als Streusignal auftreten, nennt man Störsignale. Störsignale werden einerseits vom Nebensprechen benachbarter Leitungen generiert, andererseits von EMV-Einflüssen von außen. Störsignale beeinträchtigen das Empfangssignalverhalten; weswegen man durch gezielten Kabelaufbau diese Signale und vor allem deren Einstrahlung zu verhindern oder zu reduzieren sucht.


Bei geschirmten Kabeln ist der externe Einfluss aber so gering, dass er vernachlässigt werden kann. Bei ungeschirmten Kabeln können jedoch benachbarte Signalleitungen das Dämpfung-Nebensprech-Verhältnis (ACR) zusätzlich negativ beeinflussen.

Bei unsymmetrischen Kabeln, wie beispielsweise Koaxialkabeln, wird durch ein oder mehrere Schirmungen die Einstreuungen über die Schirmung abgeleitet. Bei symmetrischen, ungeschirmten UTP-Kabeln, werden die Störsignale durch einen vollkommen symmetrischen Kabelaufbau kompensiert. Der Aufbau der Adern ist dabei so gewählt, dass durch die Leitungsverseilung eingestreute Störsignale auf beiden Leitungen in gleicher Stärke auftreten und der Empfänger nur noch die Differenz der Störsignale empfängt.

Störeinstrahlung auf symmetrischen 
   Kabeln

Störeinstrahlung auf symmetrischen Kabeln

Das Störsignal entspringt einerseits vom Nebensprechen benachbarter Leitungen und andererseits von EMV Einflüssen von außen. Bei geschirmten Kabeln ist der externe Einfluss aber so gering, dass er vernachlässigt werden kann. Bei ungeschirmten Kabeln können jedoch benachbarte Signalleitungen das ACR-Verhältnis zusätzlich negativ beeinflussen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Störsignal
Englisch: interference
Veröffentlicht: 02.08.2004
Wörter: 214
Tags: #Elektronik-Grundlagen #Kabeleigenschaften
Links: ACR (attenuation to crosstalk ratio), Ader, Empfänger, EMV (Elektromagnetische Verträglichkeit), Kabel