DMD (differential mode delay)

Differential Mode Delays (DMD) sind Signalverfälschungen, die auf unterschiedliche Laufzeiten der Moden in Lichtwellenleitern zurückzuführen sind. Sie werden auch als Multimoden-Gruppenlaufzeiten bezeichnet, weil Moden mit niedriger und höherer Ordnung in Multimodefasern unterschiedlich ausbreiten und somit unterschiedliche Laufzeiten haben. Differential Mode Delays können auch durch Teilanregung von Laserlicht verursacht werden, das in eine Multimodefaser eingespeist wird.

Bei der Übertragung von Lichtsignalen in Lichtwellenleitern werden diese durch die Profildispersion verformt, was auf produktionstechnischen Toleranzen bei der Herstellung der Lichtwellenleiter zurückzuführen ist. Die übertragenen Lichtimpulse werden dadurch verbreitert und flacher und führen zu den entsprechenden DMD-Verzögerungen.

Durch Dispersion verschliffenes 10-Gigabit-Signal

Durch Dispersion verschliffenes 10-Gigabit-Signal

In Gigabit-Ethernet und in noch schnelleren Ethernet-Varianten können die DMD-Verzerrungen die Übertragungsspezifikationen beeinträchtigen. Sie werden daher spezifiziert.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Differenzielle Modenverzögerung
Englisch: differential mode delay - DMD
Veröffentlicht: 27.11.2016
Wörter: 126
Tags: #Verkabelung
Links: Gigabit-Ethernet, Laufzeit, LwL (Lichtwellenleiter), Moden, Multimodefaser