Coderate

Um eine möglichst fehlerfreie Übertragung von Daten sicherzustellen, werden bei der Kanalcodierung zusätzliche Bits für die Vorwärtsfehlerkorrektur (FEC) eingefügt. Das Verhältnis zwischen der Anzahl an Informationsbits und Codebits ist die Coderate, die typischerweise mit dem Buchstaben "R" gekennzeichnet wird.


Werden viele Redundanzbits eingefügt wie beim Faltungscode, dann ist die Coderate gering, da die Anzahl der Codebits gegenüber den Informationsbits hoch ist. Werden beispielsweise für jeweils drei Bits ein zusätzliches Redundanzbit eingefügt, dann beträgt die Coderate R=3/4. Je geringer die Coderate ist, desto höher ist die Code-Rückgewinnung. So bietet eine Coderate von R=1/2 eine höhere Code-Rückgewinnung als eine Coderate R=5/6.

Bedingt durch die zusätzlichen Redundanzbits geht die Coderate unmittelbar auf die Datenrate ein. Eine geringere Coderate mit mehr Redundanzbits führt zwangsläufig zu einer geringeren Datenrate. Die Auswirkungen zeigen sich im Modulation and Coding Scheme (MCS).

Informationen zum Artikel
Deutsch: Coderate
Englisch: code rate
Veröffentlicht: 19.10.2016
Wörter: 153
Tags: #Grundlagen der Datenkommunikation
Links: Bit (binary digit), Daten, Datenrate, Faltungscode, Kanalcodierung