ACR (attenuation to crosstalk ratio)

Für die Qualität eines Übertragungskanals ist das Verhältnis von Kabeldämpfung zur Nebensprechdämpfung in Abhängigkeit von der Frequenz ausschlaggebend. Dieses Verhältnis ist das Attenuation to Crosstalk Ratio (ACR).


Der ACR-Wert ist also ein Maß für die qualitative Bewertung einer Übertragungsstrecke und nicht für Kabel. Es wird deshalb auch ausschließlich in Verbindung mit den Link-Klassen angegeben. Als Attenuation to Crosstalk Ratio wird das Verhältnis zwischen der Stärke des ankommenden Signals und des Rauschens auf einer Leitung bezeichnet.

Ersatzschaltbild für ACR

Ersatzschaltbild für ACR

Der in ein Kabelpaar eingespeiste Signalpegel reduziert sich am Kabelende um die Kabeldämpfung. Eine weitere Signalverschlechterung erfolgt durch das induzierte Signal, das infolge des Nahnebensprechens den Signalpegel weiter beeinträchtigt. Der ACR-Wert gibt die Beziehung zwischen der Dämpfung und dem Nahnebensprechen bei einer bestimmten Frequenz an. Um komplexe digitale Codierverfahren fehlerfrei übertragen zu können, ist ein möglichst großer Abstand zwischen dem Nutzsignal und einem Störsignal erforderlich.

Der ACR-Wert wird in den Verkabelungsstandards für die Qualitätsbewertung von Ende-zu-Ende-Verbindungen für die unterschiedlichen Kategorien spezifiziert.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Dämpfung-Nebensprech-Verhältnis
Englisch: attenuation to crosstalk ratio - ACR
Veröffentlicht: 25.03.2008
Wörter: 180
Tags: #Kenngrößen der Nachrichtentechnik #Kabelparameter
Links: Cat (category), Codierung, Dämpfung, Digital, Ende-zu-Ende-Verbindung