SOA (service oriented architecture)

SOA-Architektur

Eine serviceorientierte Architektur, Service Oriented Architecture (SOA), stellt eine flexible, anpassbare IT-Architektur dar, die eine verteilte Datenverarbeitung unterstützt. Da alle Anwendungen in die SOA-Architektur integriert werden, werden die Verantwortlichen schnell über laufende Prozesse und Ereignisse informiert und können auf Abweichungen beispielsweise in der Produktion oder Qualitätskontrolle flexibel reagieren.

Die SOA-Architektur stellt eine Modularisierung der Prozesse und Systeme sowie deren Verknüpfung mittels Webservices dar. Auf dieser Basis können Unternehmen nahezu in Echtzeit agieren und in kürzester Zeit auf Abweichungen reagieren. Bei der SOA-Architektur werden Prozesse betrachtet, die über verschiedene Anwendungen realisiert werden, und keine einzelnen Applikationen. Die zugrunde liegende IT-Architektur fungiert als Informationsdrehscheibe, auf der die Prozesse abgewickelt werden. Dadurch kann jedes Modul eines Prozesses unabhängig von anderen Modulen verändert werden.

In der SOA-Architektur werden Funktionen als Services angelegt und von den Anwendungen gemeinsam genutzt. Die Applikationen greifen mit Hilfe einer serviceorientierten Middleware-Infrastruktur auf diese Services zu. Dabei unterscheidet SOA zwischen wieder verwendbaren, gemeinsamen Diensten, wie beispielsweise der Nutzung einer Adresse für mehrere verschiedene Anwendungen, und Anwendungen, die Dienste gemeinsam verwenden.

Da die SOA-Architektur über standardisierte Webservices kommuniziert, entfallen hersteller- und plattformabhängige Einschränkungen. Als mögliche Plattformen für SOA-Architekturen sind u.a. der Java-Applikationsserver und .NET von Microsoft zu nennen.

Einsatzbereiche für Service Oriented Architecture (SOA) sind die Anwendungsintegration im Rahmen der Enterprise Application Integration (EAI), die Integration verteilter Systeme, verteilter Dienste und Webservices.

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