CIDR (classless interdomain routing)

Die Klasseneinteilung der 32 Bit umfassenden IP-Adressen ist wenig effizient. Das starre Adressenschema der klassischen IP-Adresse in Netzwerk- und Hostteil verhindert eine flexible Anpassung und schränkt den gesamten Adressraum wesentlich ein. Da die Anzahl an IP-Adressen begrenzt ist, hat man bei der IPv4-Adresse das Verfahren des Classless Interdomain Routing (CIDR) eingeführt, das den zur Verfügung stehenden 32 Bit umfassenden Adressraum effizienter ausnutzt. Dieses CIDR-Verfahren wird auch in der IPv6-Adresse verwendet.

CIDR löst die starren IP-Adressstrukturen auf.

Das CIDR-Verfahren löst die starren IP-Adressstrukturen und basiert auf Subnetzmasken. Die Subnetzmaske teilt die IP-Adresse in den Netzwerkteil und den Hostteil auf. Zwischen ihr und der IPv4-Adresse besteht ein unmittelbarer mathematischer Zusammenhang aus der Adressbereich bestimmt werden kann.

Ermittlung 
     der Netzwerk- und Hostadressen bei IPv4-Adresse mit dem CIDR-Verfahren
Ermittlung der Netzwerk- und Hostadressen bei IPv4-Adresse mit dem CIDR-Verfahren lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

In der Notation werden diese Subnetzmasken durch einen Suffix angegeben, der mit einem Schrägstrich an die IP-Adresse angehängt wird. Das Suffix bestimmt die Anzahl der 1-Bit-Werte in der IP-Adresse, beginnend beim ersten Bit im ersten Byte. Ist der Suffix /1, beginnt das erste Byte der Subnetzmaske mit einer 1. In binärer Schreibweise würde die Subnetzmaske so aussehen: 10000000 00000000 00000000 00000000. In der Dotted Decimal Notation stellt sich die Subnetzmaske so dar: 128.0.0.0. Class-A-Adressen haben den Suffix /8 und entsprechen dezimal 255.0.0.0. Class-B-Adressen haben /16 und entsprechen 255.255.0.0. usw. Das Suffix kann Werte zwischen /0 und /32 annehmen. Mit dem CIDR-Schema können insgesamt 4.294.967.296 (32 Bit) Adressen abgedeckt werden. Eine CIDR-Notation kann folgendermaßen aussehen: 168.122.12.3/24, wobei die IP-Adresse 168.122.12.3 ist und die Subnetzmaske 255.255.255.0.

Weltweite Zonen für die CIDR-C-Adressen
Weltweite Zonen für die CIDR-C-Adressen lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Benötigt eine Domäne eine bestimmte Anzahl an Adressen, dann teilt ihr CIDR die entsprechende Anzahl an Blöcken zu. Bei 1000 benötigten Adressen wären das vier Blöcke. Um die weltweite Nutzung der C-Adressräume zu sichern, wurden die weltweiten Adressbereiche in vier Zonen eingeteilt, wodurch jede Region 32 Millionen Adressen erhält und weitere 320 Millionen in Reserve gehalten werden können.

Das CIDR-Verfahren reduziert die in Routern gespeicherten Routingtabellen. Mit diesem Suffix kann ein großer Internet Service Provider bzw. ein Betreiber eines großen Teils des Internets gekennzeichnet werden. Dadurch können auch darunter liegende Netze zusammengefasst werden; sogenanntes Supernetting. Die Methode wird u.a. im Border Gateway Protocol (BGP) eingesetzt und ist in RFC 1518 beschrieben.

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