Videokompression
video compression
Die Videokompression ist eine verlustbehaftete Kompression, die sich die Trägheit und die unterschiedliche Augenempfindlichkeit für die Helligkeits- und Farbauflösung zunutze macht. Da aufeinanderfolgende Videobilder nur geringfügig unterschiedlich sind, kann man die Trägheit des Auges dadurch ausnutzen, dass man nur minimale Differenzen zwischen den aufeinander folgenden Bildern speichert.
Hinsichtlich der Sensibilität zwischen Helligkeit und Farbe nutzt man in der Videokompression das Farbmodell in dem diese Parameter einzeln vorhanden sind, so wie beim YUV-Farbmodell. Da die Farbauflösung wesentlich geringer ist als die Auflösung der Helligkeitswerte, können die Farbdaten durch Farb-Subsampling bereits reduziert werden. Eine weitere Datenreduzierung erfährt die Farbinformation beispielsweise durch eine DCT-Transformation, durch erneute Quantisierung und durch die Bildergruppen, entsprechend den Group of Pictures (GOP) in der MPEG-Kompression.
Zwei internationale Standardisierungsinstitute, das ITU-T und ISO/IEC, entwickeln Standards für die Videokompresion. Bei der ITU-T heißen sie H-Empfehlungen und haben die Bezeichnungen H.261, H.262, H.263 und H.264/AVC. Die ISO-IEC-Standards führen die Bezeichnungen MPEG-x: MPEG-1, MPEG-2 und MPEG-4.
Die meisten ITU-Empfehlungen sind für Echtzeitanwendungen wie Videokonferenzen und -telefonie, die ISO/IEC-Standards zielen auf die Videospeicherung, auf Broadcastvideo wie DVB-T, DVB-S und DVB-C und Video-Streaming über das Internet.
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