UMTS-Netz

UMTS network

Die Leistungsfähigkeit des UMTS-Netzes wird durch eine neuartige Zellenstruktur erzielt, wobei Zellen unterschiedlicher Größe und mit unterschiedlichen Datenraten kombiniert werden. Innerhalb einer Funkzelle stehen allen aktiven Teilnehmern gemeinsam pro Duplex-5-MHz-Frequenzband eine Bandbreite von 2 Mbit/s zur Verfügung.

UMTS-Basisstation, Foto: Siemens
UMTS-Basisstation, Foto: Siemens lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Als kleinste Funkzelle mit einem Radius von unter 100 Metern gibt es die Pico-Funkzelle, die für die Versorgung im Gebäude- und Grundstücksbereich sorgt. Die Mikro-Funkzelle, die nächstgrößere Funkzelle, kann Stadtbereiche versorgen und hat eine Ausdehnung von bis zu mehreren Kilometern. Darüber hinaus, für Vororte und ländliche Bereiche, gibt es die Makro-Funkzelle, die einen Versorgungsbereich von 20 km und mehr abdeckt. Für noch größere Flächenabdeckung sorgen die Hyperzelle und mit einem Radius bis zu einigen hundert Kilometern die Umbrella-Zellen. Die beiden Funkzellen werden in dem globalen Konzept von UMTS auch als Weltzelle bezeichnet.

Die Netz-Infrastruktur des zellularen UMTS-Netzes kennt als zentrale Zellenstation die Basisstation, die allerdings Node "B" genannt wird. Diese leitet die Daten an die übergeordnete Steuereinheit weiter, den Radio-Network-Controller (RNC). Von dort geht es über eine Schnittstelle, dem Media-Gateway ins Kernnetz. Der funktechnische Teil des UMTS-Netzes heißt UTRAN (UMTS Terrestrial Radio Access Network).

Das UMTS-Netz wird auch für den Ausbau von HSDPA und HSUPA, die mit wesentlich höheren Datenraten arbeiten, genutzt.

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