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Token-Verfahren

Token Ring access method

Das Token-Verfahren ist ein Zugangsverfahren für Ringsysteme, das 1972 entwickelt wurde und auf dem Token Passing-Verfahren basiert. Wenn keine Station einen Sendewunsch hat, zirkuliert ein spezielles Bitmuster, das Token, auf dem Ring. Das Token hat in diesem Falle die Form eines »Frei-Token«; es handelt sich dabei um ein drei Byte langes Bitmuster. Eine Station, die senden will, muss auf das Frei-Token warten. Bekommt sie es, formt sie das Frei-Token in einen Frame-Kopf um. Man spricht dabei auch vom »Belegt-Token«.


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Token-Ring-Zugangsverfahren
Token-Ring-Zugangsverfahren lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Die beiden Token-Formen unterscheiden sich im einfachsten Fall durch ein Bit. An den Frame-Kopf wird sodann die paketierte Nachricht angehängt. Das Frame wird dann in Kommunikationsrichtung von Ring-Interface zu Ring-Interface weitertransportiert. Der Empfänger hört die Nachricht ab und fertigt sich eine Kopie an. Das Frame wandert um den Ring herum bis zum Sender, der es wieder vom Ring entfernt. An den Schluss der Nachricht hat der Sender ein neues Frei-Token anzuhängen.

Das neue Frei-Token verbleibt solange in dieser Form wieder auf dem Ring, bis eine neue Station senden will. Sie wandelt das Token wieder in einen Frame, der über den Ring zum Empfänger und wieder zurück zum Sender läuft.

16-Mbit/s-Zugangsprotokoll 
     im Standard-Betrieb
16-Mbit/s-Zugangsprotokoll im Standard-Betrieb lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Das Token-Ring-LAN arbeitet mit einer Übertragungsrate von 4 Mbit/s. Der physikalische Ring entspricht auch in der logischen Abfrage einem Ring. Das Zugangsverfahren gestattet die Bildung von Prioritäten, wodurch gewährleistet wird, dass Stationen mit höherer Priorität einen schnellen Medienzugang erhalten.

16-Mbit/s-Zugangsprotokoll im Early-Token-Release-Betrieb
16-Mbit/s-Zugangsprotokoll im Early-Token-Release-Betrieb lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Das beschriebene Verfahren, bei dem sich entweder ein Token oder ein Frame auf dem Ring befindet, wird bei beiden Token-Ring-Varianten, der mit 4 Mbit/s und der mit 16 Mbit/s eingesetzt. Die 16-Mbit/s-Version unterscheidet sich von der 4-Mbit/s-Version dadurch, dass bei der schnelleren Variante gleichzeitig mehrere Frames auf dem Ring unterwegs sein können. Dieses Verfahren heißt Early-Token-Release-Verfahren und bietet besondere Vorteile bei umfangreichen Token-Ring-Netzwerken, da es die Verweildauer von Token und Frame im Ring durch den Einsatz mehrerer Frames kompensiert.

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