Sprachqualität
voice quality
Die Qualität der Sprachübertragung in leitungsvermittelten Fernsprechnetzen und paketvermittelten IP-Netzen bestimmt im Wesentlichen die Kommunikation zwischen den Gesprächspartnern.
![]() |
MOS-Werte mit entsprechender Sprachqualität ![]() |
Die Sprachqualität wird maßgeblich von den Sprachcodecs bestimmt und durch Codierungen und Sprachkompression, durch Echos, Paketverluste, Störeinflüsse und Verzögerungen beeinträchtigt. Codecs mit hoher Kompression benötigen weniger Bandbreite, tendieren aber zu höheren Fehlerraten und Qualitätsverlusten. Unabhängig von der Art der Beeinträchtigung gibt es objektive und subjektive Bewertungen für die Sprachqualität. Die ITU-T hat für die objektive Bewertung mit dem E-Modell ein Verfahren entwickelt, das im Standard G.107 spezifiziert ist und das auf reproduzierbaren Störgrößen basiert. Für die Quantifizierung der Sprachqualität und die Güte der Sprachübermittlung gibt es den R-Faktor. Die subjektive Bewertung drückt sich in den so genannten MOS-Werten aus und in den von der ITU in den Empfehlungen Q.800 und Q.830 verfeinerten Methoden zur Bewertung der Sprachqualität.
![]() |
Von der ITU definierter R-Wert für die Sprachqualität bei VoWLAN ![]() |
Neben dem MOS-Wert spielt der Sprachkommunikation mittels VoWLAN der R-Faktor eine entscheidende Rolle. Dieser hängt von der Paketverlustrate, dem Jitter und der Verzögerung ab.
Zu den objektiven Bewertungsmethoden für die Sprachqualität gehören Messmethoden für den Störspannungsabstand, die Echomessung, die Perceptual Evaluation of Speech Quality (PESQ), das Perceptual Speech Quality Measurement (PSQM), Perceptual Analysis Measurement System (PAMS) und Multimedia Perception Assessment Center (MPAC).





