Gain-Faktor
gain factor
Die Wiedergabequalität von Projektionsflächen oder Bildwänden wird über das Reflexionsverhalten der Projektionswand, deren Lichtausbeute und den Betrachtungswinkel bestimmt. Der Kennwert für das Reflexionsverhalten ist der Gain-Faktor oder Leuchtdichtefaktor. Es ist ein dimensionsloser Wert, in dem sich die Wiedergabeeigenschaften von Auf- und Rückprojektionen widerspiegeln und der als Auswahlkriterium für die verschiedenen Bildwände benutzt werden kann.
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Gain-Faktor einer Bildwand in Abhängigkeit des Betrachtungswinkels ![]() |
Der Gain-Faktor ist das Verhältnis von projiziertem, auf die Projektionswand fallendem Licht, zu dem von ihr reflektierten Licht. Es ist ein Zahlenwert aus dem das Reflexionsverhalten gegenüber einer Referenzfläche hervorgeht. Als Referenz benutzt der Leuchtdichtefaktor eine ebene Norm-Weiß-Projektionsfläche. Bei gebogenen ändert sich der Gain-Wert, da sich das reflektierte Projektionslicht in bestimmten Betrachtungswinkeln heller in anderen hingegen dunkler ist. Generell ist er vom Betrachtungswinkel abhängig, wird allerdings unabhängig von diesem angegeben. Das bedeutet, dass der Gain-Faktor auch etwas über die Lichtverteilung aussagt. Neben dem Leuchtdichtefaktor gibt es noch einen Index, der die Abstrahlrichtung der Projektionsfläche einbezieht: die Leuchtdichtefaktor-Indikatrix. Das ist ein Diagramm aus dem der Gain-Faktor in Abhängigkeit von der Abstrahlrichtung hervorgeht.
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Leuchtdichtefaktoren
bei unterschiedlichen Betrachtungswinkeln ![]() |
Was die Gain-Faktoren betrifft, so wird bei kleinen Gain-Faktoren zwischen 0,7 und 1,1 das Licht von der Bildwand etwa gleichmäßig in alle Richtungen reflektiert, wie bei der Diffusbildwand. Der Betrachtungswinkel ist dementsprechend groß. Bei höheren Leuchtdichtefaktoren zwischen 1,5 und 2,0 konzentriert sich das reflektierte Licht in einer Hauptbetrachtungsachse. Der Betrachtungswinkel ist relativ schmal, bei einer seitlichen Betrachtung ist eine starke Helligkeitsminderung erkennbar.
Rückraumprojektionen haben höhere Gain-Faktoren. Sie liegen zwischen 3 und 4 und höher, was auch auf den verminderten Einfluss von Fremdlicht zurückzuführen ist.





